Stimmung in Italiens Firmen verschlechterte sich weiter

Rom (APA/Reuters) - Mitten im Streit der italienischen Regierung um den Haushalt ist die Stimmung der Firmen im Land so schlecht wie seit Jänner 2017 nicht mehr. Das Barometer für das Geschäftsklima der gesamten Wirtschaft fiel im September um 0,2 auf 103,7 Zähler und damit den dritten Monat in Folge, wie das Statistikamt Istat am Donnerstag mitteilte.

In der Industrie hingegen kletterte der Index überraschend um 0,7 auf 105,7 Zähler. Ökonomen hatten hier einen Rückgang auf 104,5 Punkte erwartet. Im August hatte es noch den tiefsten Stand seit Dezember 2016 gegeben. Auch die Laune der Verbraucher hellte sich entgegen der Erwartung auf. Dieses Barometer stieg um 0,7 auf 116,0 Zähler.

In Italien ringt die neue Regierung bis zur letzten Minute um die neuen Haushaltsziele. Die Koalition der populistischen 5-Sterne-Bewegung und der rechten Lega steckt im Dilemma ihre Wahlversprechen einzulösen, ohne die Etatvorgaben der EU zu verletzen. Im Kern des Konflikts steht vor allem ein Grundeinkommen für Arme - das sogenannte Bürgereinkommen - sowie die Möglichkeit eines früheren Renteneintritts. Dies dürfte die ohnehin hohe Verschuldung weiter wachsen lassen.

In dem Streit sind wiederholt Spekulationen laut geworden, der parteilose Wirtschaftsminister Giovanni Tria könnte zurücktreten. Tria ließ am Donnerstagmorgen einen Bericht der Zeitung "La Stampa" dementieren, wonach er wegen des Konflikts in der Regierung über den Haushaltsentwurf das Handtuch werfen könnte. Die Entscheidung über das künftige Staatsdefizit soll am Donnerstagabend in einer Kabinettssitzung fallen.

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