Stichwort: Crowdfunding und Crowdinvesting

Wien - Aufgrund strengerer Kreditvergabe bei Banken wird die "Schwarmfinanzierung" bei Start-ups und in der Kreativwirtschaft immer beliebter. Viele kleine private Geldgeber ("Crowd") finanzieren anstatt einer Bank oder Großinvestoren ein Projekt oder eine Geschäftsidee. Ein Totalverlust für Investoren ist bei Crowdinvesting aber möglich.

Beim Crowdfunding erhalten die Projekt-Unterstützer etwa Produkte oder Dienstleistungen, vergleichbar mit einem Naturalzins. Es fließt aber kein Geld retour an die Geldgeber. Vor allem in der Kreativwirtschaft und im Sozialbereich ist diese neue Finanzierungsform beliebt. Die bekannte Wiener Musikerin Clara Luzia schaffte kürzlich für die Produktion ihres neuen Albums 14.532 Euro von 215 Personen über die Crowdfunding-Plattform indiegogo einzusammeln.

Um wesentlich größere Beträge geht es beim Crowdinvesting, manchmal ebenfalls als Crowdfunding bezeichnet. Ein neutraler Plattformbetreiber - in Österreich etwa Conda, Green Rocket oder 1000x1000 - wählt Start-ups aus, an denen man sich direkt beteiligt oder in die man via Nachranganleihen investieren kann. Bis zu einer Grenze von 250.000 Euro Projektvolumen fallen für die Start-ups hierzulande teure Kapitalmarktvorschriften weg und macht damit das Instrument für Firmengründer interessant. Beispielsweise sammelt bei Conda gerade das Start-up "McCube - Häuser zum Mitnehmen" Geld in Form von Nachrangdarlehen ein - bisher stellten 69 Investoren 57.200 Euro bereit.

Trotz der großen Euphorie für das neue Finanzierungsinstrument Crowdinvesting sollten Investoren aber nicht das hohe Risiko ignorieren: Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist immer möglich. Vor allem Start-ups sind riskant, rund ein Drittel überlebt die ersten drei Jahre nicht.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma