Große Sportereignisse beeinflussen Schweizer BIP

Bern (APA/sda) - Im Zuge der Revision der BIP-Berechnung berücksichtigt das Schweizer Bundesamt für Statistik (BFS) neu auch die Wertschöpfung aus internationalen Sportgroßanlässen. Die Auswirkungen sind beträchtlich - auch auf die neusten Konjunkturprognosen des Seco.

Die Schweiz beheimatet mit dem Weltfußballverband FIFA, dem europäischen Fußballverband UEFA und dem Internationalen Olympischen Komitee IOC die drei wichtigsten Sportverbände.

Weil im vergangenen Jahr die Fußballeuropameisterschaft und die Olympischen Sommerspiele stattfanden, stieg die reale Bruttowertschöpfung der Branche "Kunst, Unterhaltung, Erholung und sonstige Dienstleistungen", die auch Dienstleistungen des Sports beinhaltet, um satte 13,4 Prozent.

Für den starken Ausschlag dürften laut dem Seco-Papier "Konjunkturtendenzen Herbst 2017" insbesondere die Einnahmen aus dem Rechteverkauf (Übertragungsrechte und kommerzielle Rechte) verantwortlich sein. Bereits 2014, als die Olympischen Winterspiele und die Fußballweltmeisterschaft stattfand, stieg die reale Bruttowertschöpfung der genannten Branche um 6,6 Prozent.

Obwohl die Branche lediglich 2 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) ausmacht, haben solch hohe Wachstumsraten einen substanziellen Effekt. 2014 erhöhte die Unterhaltungsbranche das BIP-Wachstum um 0,1 Prozentpunkte. 2016 wurde das Wirtschaftswachstum gar mit 0,3 Prozent nach oben gezogen.

Im Gegenzug macht sich in den Perioden zwischen Groß-Events der Wegfall der Rechteeinnahmen negativ bemerkbar, so geschehen im Schlussquartal 2016 und zu Beginn des laufenden Jahres. Laut Eric Scheidegger, Leiter der Direktion Wirtschaftspolitik beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ist der Sondereffekt hauptverantwortlich für die Revision der BIP-Prognose 2017 von 1,4 Prozent im Juni auf neu 0,9 Prozent.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro