Steuervermeidung auf Malta - SPÖ sieht Schelling gefordert

Brüssel (APA) - Nach der Erkenntnis des Panama-Untersuchungsausschusses, dass 750 österreichische Firmen Malta zur Steuervermeidung nützen, sieht die SPÖ Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) gefordert. "Ich erwarte mir von den EU-Finanzministern, dass sie die jüngsten Paradise Leaks ernst nehmen und auch gegen Steuertrickser in den eigenen Reihen vorgehen", sagte SPÖ-Delegationsleiterin Evelyn Regner.

Finanzminister Schelling sei jetzt gefordert, jeden einzelnen der 750 bekannt gewordenen Fälle genau zu prüfen, ob Steuerhinterziehung stattgefunden hat. "Denn das entgangene Steuergeld würden wir dringend brauchen", so die Europaabgeordnete.

Einmal mehr zeige sich, dass es Steuersümpfe nicht nur auf fernen Inseln, sondern auch mitten in der Europäischen Union gebe. "Die EU-Finanzminister arbeiten gerade an einer schwarzen Liste für Steuersümpfe, die es ermöglicht Sanktionen zu verhängen. Auf diese Liste müssen auch europäische Staaten gesetzt werden." Ein aktueller Bericht der NGO Oxfam zeige, dass aufgrund ihrer Steuerpraxis zumindest die vier europäischen Länder Malta, Luxemburg, Niederlande und Irland auf die Liste gesetzt werden müssten.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los