Steuerreform: Kärntner WK wünscht eine sich Investitionsprämie

Klagenfurt/Wien - Die Kärntner Wirtschaftskammer (WK) wünscht sich eine 15-prozentige Investitionsprämie zur Ankurbelung der Konjunktur. Laut einer Aussendung vom Dienstag solle diese als zeitlich befristete Maßnahme Teil der Steuerreform werden. "Nur Investitionen können das schwache Wachstum beleben", sagte der Kärntner Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl.

Nach Vorstellung der Kammer soll die Prämie für Investitionen in körperliche, ungebrauchte Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Anlagevermögens ausgezahlt werden. Eine Behaltefrist für das Investitionsgut brache es nicht. Die Förderung soll den Unternehmen auch bei Fremdfinanzierung zustehen. Damit auch Firmen, die rote Zahlen schreiben, in den Genuss der Subvention kommen, soll sie als Prämie und nicht als Freibetrag, den es ja schon einmal gab, gewährt werden.

Als weitere Maßnahmen zur Konjunkturbelebung hätte WK-Präsident Mandl gerne die Möglichkeit zur degressiven Abschreibung und die Anhebung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter - beides Maßnahmen, die es den Unternehmen erlauben würde, Investitionen schneller abzuschreiben und somit früher geringere steuerpflichtige Gewinne auszuweisen. Mandl kündigte an, der Wirtschaftskammer Österreich einen ausformulierten Gesetzesvorschlag zur Investitionsprämie zukommen zu lassen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne