Steuerreform - Fundraising Verband gegen "Datensammel-Gesetz"

Der Fundraising Verband wehrt sich gegen drohende "massive bürokratische Erschwernisse für das Spendenwesen" im Zuge der Steuerreform: Weil die Vereine künftig Daten der Spender automatisch ans Finanzamt melden sollen, befürchtete man am Dienstag in einer Aussendung "unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus auf staatlicher Seite" enorme Kosten für die Vereine.

Derzeit können lohnsteuerpflichtige Bürger ihre Spenden im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung geltend machen. Ab 2017 sollen die rund 1.000 spendenbegünstigten Vereine verpflichtet sein, Namen, Geburts- und Spendendaten jährlich an die Finanzverwaltung zu melden.

"Spenden ist Vertrauenssache und soll es auch bleiben", forderte Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria. "Die umfassende Einsicht der Finanz im Sinne eines 'gläsernen Spenders' ist dafür alles andere als förderlich."

Einer angeblichen Vereinfachung stehe in Wahrheit ein enormer Verwaltungsaufwand aufseiten der Spendenorganisationen gegenüber. Die neue Regelung werde laut Experten zusätzliche Kosten von 25 bis 30 Mio. Euro pro Jahr verursachen - Geld, das dann im Sozialbereich, im Umweltschutz oder in der Forschung fehle, betonte der Fundraising Verband. Und weil die Maßnahme auch einen deutlich höheren Steuerausfall bringen werde - derzeit machen ja bei weitem nicht alle von der Absetzbarkeit Gebrauch - befürchtet der Verband letztlich wieder eine Debatte über die Abschaffung der Spendenabsetzbarkeit.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia