Steuerreform - Fundraising Verband gegen "Datensammel-Gesetz"

Der Fundraising Verband wehrt sich gegen drohende "massive bürokratische Erschwernisse für das Spendenwesen" im Zuge der Steuerreform: Weil die Vereine künftig Daten der Spender automatisch ans Finanzamt melden sollen, befürchtete man am Dienstag in einer Aussendung "unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus auf staatlicher Seite" enorme Kosten für die Vereine.

Derzeit können lohnsteuerpflichtige Bürger ihre Spenden im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung geltend machen. Ab 2017 sollen die rund 1.000 spendenbegünstigten Vereine verpflichtet sein, Namen, Geburts- und Spendendaten jährlich an die Finanzverwaltung zu melden.

"Spenden ist Vertrauenssache und soll es auch bleiben", forderte Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria. "Die umfassende Einsicht der Finanz im Sinne eines 'gläsernen Spenders' ist dafür alles andere als förderlich."

Einer angeblichen Vereinfachung stehe in Wahrheit ein enormer Verwaltungsaufwand aufseiten der Spendenorganisationen gegenüber. Die neue Regelung werde laut Experten zusätzliche Kosten von 25 bis 30 Mio. Euro pro Jahr verursachen - Geld, das dann im Sozialbereich, im Umweltschutz oder in der Forschung fehle, betonte der Fundraising Verband. Und weil die Maßnahme auch einen deutlich höheren Steuerausfall bringen werde - derzeit machen ja bei weitem nicht alle von der Absetzbarkeit Gebrauch - befürchtet der Verband letztlich wieder eine Debatte über die Abschaffung der Spendenabsetzbarkeit.

Memphis (Tennessee) (APA/Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat nach der Kritik an dem von ihm benannten Führungspersonal der Notenbank Widerspruch aus den Reihen der Währungshüter geerntet. Trump hatte die Zentralbank Fed für verrückt erklärt und die von ihm getroffene Personalauswahl als "nicht so glücklich" bezeichnet.
 

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Trumps scharfe Kritik an Währungshütern löst Widerspruch bei Fed aus

Stuttgart (APA/dpa) - Der deutsche Autobauer Porsche braucht mehr Personal für den Bau seiner Elektroautos. Für die Serienfertigung des Mission E Cross Turismo will der Sportwagenhersteller noch einmal 300 Stellen am Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen schaffen, wie Porsche-Chef Oliver Blume am Donnerstag in Nürtingen beim Branchengipfel der Hochschule für Automobilwirtschaft ankündigte.
 

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Porsche stellt noch mehr Mitarbeiter für E-Auto-Produktion ein

Riad (APA/dpa) - Zu seiner großen Investmentkonferenz in Riad wollte Saudi-Arabien kommende Woche die Größen der Finanzwelt und Eliten der internationalen Wirtschaft in die Ölmonarchie locken. Doch das Verschwinden und die mutmaßliche Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat einen dunklen Schatten auf die aufwendig inszenierte Veranstaltung geworfen.
 

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"Future Investment Initiative" - Riads Plattform für Geldgeber