Steuerreform - Fundraising Verband gegen "Datensammel-Gesetz"

Der Fundraising Verband wehrt sich gegen drohende "massive bürokratische Erschwernisse für das Spendenwesen" im Zuge der Steuerreform: Weil die Vereine künftig Daten der Spender automatisch ans Finanzamt melden sollen, befürchtete man am Dienstag in einer Aussendung "unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus auf staatlicher Seite" enorme Kosten für die Vereine.

Derzeit können lohnsteuerpflichtige Bürger ihre Spenden im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung geltend machen. Ab 2017 sollen die rund 1.000 spendenbegünstigten Vereine verpflichtet sein, Namen, Geburts- und Spendendaten jährlich an die Finanzverwaltung zu melden.

"Spenden ist Vertrauenssache und soll es auch bleiben", forderte Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria. "Die umfassende Einsicht der Finanz im Sinne eines 'gläsernen Spenders' ist dafür alles andere als förderlich."

Einer angeblichen Vereinfachung stehe in Wahrheit ein enormer Verwaltungsaufwand aufseiten der Spendenorganisationen gegenüber. Die neue Regelung werde laut Experten zusätzliche Kosten von 25 bis 30 Mio. Euro pro Jahr verursachen - Geld, das dann im Sozialbereich, im Umweltschutz oder in der Forschung fehle, betonte der Fundraising Verband. Und weil die Maßnahme auch einen deutlich höheren Steuerausfall bringen werde - derzeit machen ja bei weitem nicht alle von der Absetzbarkeit Gebrauch - befürchtet der Verband letztlich wieder eine Debatte über die Abschaffung der Spendenabsetzbarkeit.

Wirtschaft

Niki Lauda kommt bei insolventer Airline Niki zum Zug

München/San Francisco (APA/dpa) - Der neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi hat bei seinem ersten Auftritt in Europa einen klaren Neuanfang beim umstrittenen Fahrdienst-Vermittler versprochen. In der Zukunft werde Uber nur noch für verantwortungsvolles Wachstum stehen, sagte Khosrowshahi am Montag auf der Innovationskonferenz DLD in München.
 

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Uber-Chef verspricht Neuanfang und Wachstum

Liezen (APA) - Die Tatschl Privatstiftung aus Liezen in der Steiermark, der die 2012 insolvente Tatschl & Söhne Speditions und Transport GmbH zum Teil gehörte, hat am Montag am Landesgericht Leoben einen Insolvenzantrag eingebracht. Die Stiftung ist nach einem verlorenen Rechtsstreit mit der Raiffeisen Landesbank Steiermark (RLB) mit mehr als 3 Mio. Euro überschuldet, teilte der AKV mit.
 

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Obersteirische Tatschl Privatstiftung mit 3,22 Mio. Euro überschuldet