Steuererklärung könnte für 200.000 Kleinunternehmer de facto fallen

Wien (APA) - Im Zuge der Steuerreform will der Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) Kleinunternehmer bürokratisch entlasten. Großzügigere Pauschalisierungen sollen ihnen helfen "sich aufs Geschäft zu konzentrieren statt Formulare auszufüllen". Bis zu 200.000 Unternehmer und Selbstständige mit einem Umsatz unter 30.000 Euro könnten zukünftig von einer Maßnahme "gleich dem Wegfall der Steuererklärung" profitieren.

Momentan betragen die Pauschalierungssätze für Betriebsausgaben sechs oder zwölf Prozent des Umsatzes. Für den Finanzminister ist das zu niedrig: Er erwäge je nach Branche eine Anhebung auf bis zu 70 Prozent. "Dass im Moment nur 20 Prozent der Unternehmer von der Pauschalierungsmöglichkeit Gebrauch machen, zeigt ja deutlich, dass die Sätze nicht passen.", sagte er im Interview mit dem "trend". Die Umsatzgrenze für die Erleichterungen sei "nicht in Stein gemeißelt".

Nimmt ein Kleinunternehmen künftig die Pauschalisierung in Anspruch, so kann Löger sich vorstellen, dass "Unternehmen im Wesentlichen nur mehr den Umsatz deklarieren und ansonsten keine Angaben mehr machen müssen." Weiter meint er: "Das wäre gleichzusetzen mit dem Wegfall der Steuererklärung für Kleinunternehmen."

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"