Steuerbetrug: "Schwarze Liste" von Staaten knapp zweistellig

Brüssel (APA) - Die "Schwarze Liste" von Steuersünder-Staaten, die beim EU-Finanzminister Dienstag nächster Woche beschlossen werden soll, dürfte knapp zweistellig ausfallen. In EU-Ratskreisen hieß es am Freitag in Brüssel, dass die EU insgesamt 92 Staaten angeschrieben habe.

Von diesen hätten etwa 70 geantwortet. Die meisten von ihnen hätten nur eher kleinere Probleme und es gebe die Zusicherung, die Mängel bis Ende 2018 zu beheben. Bei Entwicklungsländern betrage die Frist Ende 2019. Zu den USA, die keinen automatischen Informationsaustausch wollten, gab es keine Auskünfte.

Zur Finanztransaktionssteuer wird diesmal am Rande von Eurogruppe und EU-Finanzministerrat keine eigene Sitzung der zehn für eine verstärkte Zusammenarbeit eintretenden Staaten abgehalten. Die Leitung dieser 10-er Gruppe hat der geschäftsführende Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP). Diese Funktion müsste - nachdem Schelling angekündigt hat, der neuen Regierung in Österreich nicht mehr anzugehören - auf einen anderen Finanzminister übergehen.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden