Steuerautonomie - Schützenhöfer "skeptisch, aber verhandlungsbereit"

Wien (APA) - Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) stimmt nicht ein in den schwarzen Jubelchor für mehr Steuerautonomie der Bundesländer: "Ich bin da eher skeptisch", bekräftigte er am Montag gegenüber der APA, betonte aber gleichzeitig, dass er "natürlich verhandlungsbereit" sei. Der erste Schritt müsse "endlich eine echte Aufgabenreform" sein, forderte Schützenhöfer.

"Die Steiermark fürchtet sich nicht vor Reformen", beteuerte Schützenhöfer in einer schriftlichen Stellungnahme, "im Gegenteil, wir haben den Mut zu Reformen mehrfach bewiesen". Er habe sich bei einer Studienreise nach Bern vor zwei Jahren das Schweizer Modell der Steuerautonomie genau angesehen - dort sei 15 Jahre lang ein neuer Finanzausgleich zwischen Bund, Ländern und Gemeinden verhandelt worden, bevor am Ende das heutige Modell herausgekommen sei, merkte er an. "Meine größten Bedenken waren immer, dass aus meiner Sicht Österreich wohl zu klein für zehn Steuersysteme ist. Aber wenn durch die Debatte über Steuerautonomie nun Schwung in die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern kommt, dann begrüße ich das sehr", meinte Schützenhöfer.

"Der erste Schritt, an dem wir alle arbeiten müssen, muss aber endlich eine echte Aufgabenreform sein", forderte der steirische Landeshauptmann einmal mehr. "Was macht der Bund? Was machen die Länder? Wenn diese Fragen geklärt sind und die Doppelgleisigkeiten beseitigt wurden, erst dann kann man auch über Steuerautonomie sprechen."

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro