Steuer-Rabatte für Jachten - Brüssel geht gegen Mittelmeerstaaten vor

Brüssel (APA/dpa) - Die EU-Kommission geht gegen mögliche Steuerticks bei Jacht-Vermietungen in Malta, Zypern und Griechenland vor. Die dortigen Vorschriften liefen EU-Recht zuwider, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit. Sie leitete daher ein sogenanntes Vertragsverletzungsverfahren ein.

Die betroffenen Länder haben nun zwei Monate Zeit, um auf die Vorwürfe zu reagieren. Am Ende des Verfahrens könnte die EU-Kommission eine Klage beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) einreichen, der wiederum Geldstrafen verhängen könnte.

Im Detail kritisiert die EU-Kommission unter anderem, dass die Länder mit ihren Vorschriften bei der Vermietung von Jachten Mehrwertsteuer-Hinterziehungen ermöglichten - dies sei auch aus den Enthüllungen in den sogenannten Paradise Papers im vergangenen Jahr hervorgegangen. Zwar hätte EU-Staaten derzeit die Möglichkeit, Dienstleistungen nicht zu besteuern, wenn die tatsächliche Nutzung und Verwendung des Gegenstands außerhalb der EU erfolge. Eine pauschale Steuerermäßigung ohne Nachweis des Ortes der tatsächlichen Nutzung sei aber nicht zulässig.

Malta und Zypern besteuerten zudem den Kauf von Jachten bei sogenannten Mietkäufen unzureichend, hieß es weiter. Nach dortigem Recht werde der Mietkauf einer Jacht derzeit als Erbringung einer Dienstleistung und nicht als Lieferung eines Gegenstands eingestuft.

Dies führe dazu, dass zum Zeitpunkt, zu dem die Jacht letztlich gekauft werde, der volle Mehrwertsteuersatz nur auf einen Bruchteil des tatsächlichen Kaufpreises erhoben werde. Der übrige Betrag werde als Dienstleistung deutlich niedriger besteuert.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen