Steirischer Unternehmer will bis zu seinem Lebensende auf dem Mars wohnen

Steirischer Unternehmer will bis zu seinem Lebensende auf dem Mars wohnen

Das niederländische Projekt "Mars One" will die erste Kolonie auf dem Mars gründen. Zu den 100 Kandidaten in der engeren Auswahl für das Projekt gehört der steirische Unternehmer Günther Golob. Zuletzt hat er ein Kulturmagazin veröffentlicht.

Die private niederländische Stiftung "Mars One" will in etwa zehn Jahren Menschen dauerhaft auf den Mars schicken. Der Steirer Günther Golob ist seit rund einem Jahr einer der letzten 100 Kandidaten im Rennen um die Teilnahme an dem Vorhaben und der einzige Österreicher unter ihnen.

In Fachkreisen ist das Projekt umstritten, etliche Raumfahrtexperten halten es für unausgegoren. Der in Graz lebende 40-jährige Günther Golob, Vater von drei Kindern, ist von dem Vorhaben und der Ernsthaftigkeit der Pläne dennoch überzeugt - und begeistert von der Vorstellung, selbst daran beteiligt zu sein: "Es ist ein Kindheitstraum, auch ich habe als Bub davon geträumt, Astronaut zu werden. Jetzt könnte es bei mir Realität werden."

30 Jahre auf dem Roten Planeten

Das wird sich allerdings frühestens in sechs Monaten entscheiden: "Im September wird es ernst", so Golob. Dann sollen in dem Auswahlprozess aus den "Top-100" jene 24 Kandidaten ausgewählt werden, die jeweils in Viererteams in Zweijahresabständen ab 2027 auf den Mars expediert werden, um den Roten Planeten zu besiedeln. Golob wäre dann knapp 50 Jahre alt. Angst mache ihm dieses Abenteuer im fortgeschrittenen Alter nicht: "Ich kann dann sicher noch 30 Jahre dort oben arbeiten und leben", zeigte sich Golob überzeugt.

Eigentlich hätte das Auswahlverfahren noch vor Jahresende 2015 fortgesetzt werden sollen, dann wurden die letzten Tests jedoch auf Herbst 2016 vertagt: "Es ist verschoben worden. Man darf die Sache nicht zu überstürzt angehen", hat der gebürtige Kärntner vollstes Verständnis. Der Unternehmer, der zuletzt ein Kulturmagazin produziert hat, will die zusätzlichen Monate sinnvoll zur Vorbereitung für das Auswahlverfahren nutzen.

Tauchkurs als Vorbereitung für den Mars

Im April geht es in die lebensfeindliche Umgebung der Atacama-Wüste nach Chile. Dort will Golob seinen Körper auf 5.000 Höhenmeter akklimatisieren und sich mental stärken. Begleitet wird er von einem Dokumentar-Regisseur. "Ich würde mir auch noch gerne weitere Skills aneignen wie zum Beispiel einen Tauch- und Kletterkurs.

Die sprachliche Gewandtheit sollte ebenfalls trainiert werden, denn Kommunikation ist schließlich alles." Aus diesem Grund habe er sich erst jüngst auch für ein mehrmonatiges Sozial-Projekt im Ausland beworben.

Teamwork ist essentiell

Die letzte Auswahlrunde bestehe aus drei Teilen: "Zuerst wird es eine gruppendynamische Challenge geben, wir haben Aufgaben in Teamarbeit unter Beobachtung von Psychologen zu bestehen. Es wird um Problemlösung und Organisationsfähigkeit gehen", schilderte Golob die Herausforderungen, wie sie auch auf der Homepage von "Mars One" dargelegt werden. Anschließend sollen die Kandidaten mehrere Tage in Gruppen in isolierten Einheiten gebracht und weiter auf ihr Lern-und Teamverhalten getestet werden. Anhand der sogenannten "Mars Settler Suitability Interviews" (MSSI) sollen in der dritten Woche die 24 am besten geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für die Reise zum Mars gefunden werden.

Der genaue Ort des Auswahlverfahrens sei ihm noch nicht bekannt. Fest stehe nur, dass er ab Anfang September nicht in Österreich sein werde.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro