Steirische Pendlerinitiative: 25 Cent pro km und Tag statt Pauschalen

Graz - Die steirische Pendlerinitiative will mit einem neuen, am Dienstag in Graz präsentierten Fördermodell Berücksichtigung bei der Steuerreform finden. Kern der Vorstellungen sind kilometergenaue Abrechnungen statt Pendlerpauschalen: "25 Cent für jeden Kilometer Arbeitsweg pro Arbeitstag für alle, auch Teilzeitkräfte und Lehrlinge", so der Vorschlag von Pendlerobmann und AK-Vizepräsident Franz Gosch.

"Die bevorstehende Steuerreform muss als Chance genutzt werden, um auch die Pendlerförderung zu verbessern und gerechter zu gestalten", sagte Gosch bei der Präsentation am Grazer Hauptbahnhof. Es müsse Schluss sein mit ungerechten Entfernungssprüngen und den Diskussionen, ob Öffis zumutbar seien oder nicht. Auf diese Weise könnten Betriebe und Behörden beim bürokratischen Aufwand entlastet werden. "Jeder Pendler kann sich seine Förderung auf einem Bierdeckel ausrechnen," so der Pendlerinitiativen-Obmann.

Die Formel für die Pendlerförderung laute 0,25 Euro für jeden Kilometer Distanz zum Arbeitsplatz multipliziert mit den geleisteten Arbeitstagen. All jene, die keine Steuern zahlen, sollen vom errechneten Betrag ihres tatsächlichen Arbeitsweges netto 30 Prozent als Pendlerprämie erhalten.

Der Kostendruck für die rund 350.000 steirischen Pendler sei vorhanden, das derzeitige Fördersystem "extrem unsozial." Gosch verwies auf die 20 km-Staffelung und rechnet vor: "Ein Pendler aus Lannach südlich von Graz zum Beispiel, der täglich 19,6 km nach Raaba pendelt, erhält keine Unterstützung. Würde der Arbeitsweg 20,01 km betragen, hätte er 696 Euro Freibetrag". Außerdem seien die derzeitigen Zumutbarkeitsbestimmungen, ob Öffis benützt werden können, nicht mehr zeitgemäß.

Noch krasser sei die Situation beim großen Pendlerpauschale, so Gosch. Ein Pendler von Übelbach nördlich von Graz nach Graz-Thondorf fahre 39 km und bekomme wegen ungünstiger Arbeitszeiten das große Pendlerpauschale mit 1.476 Euro. Kollegen aus dem nahen Frohnleiten kämen auf 40,06 Kilometer und erhielten das 2.568 Euro große Pauschale. "Das ist eine Differenz von 1.092 Euro," sagte Gosch.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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