Steirische Elektrotechnikfirma mit rund 4 Mio. Euro Passiva insolvent

Graz (APA) - Die in Graz ansässige Elektrotechnikfirma Buchholzer und Partner GmbH hat am Donnerstag am Handelsgericht Insolvenz angemeldet und ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Dies teilten die Kreditschützer AKV, Creditreform und KSV mit. Betroffen sind rund 80 Dienstnehmer und über 210 Gläubiger. Die Passiva sollen über 4 Mio. Euro betragen, die Höhe der Aktiva sei noch zu prüfen.

Es sei laut AKV bereits im Jahr 2012 ein Insolvenzverfahren anhängig gewesen. Dieses wurde nach Annahme des Sanierungsplans und der Bedienung einer 20-prozentigen Quote aufgehoben. Die GmbH hatte zuletzt bei Umsatzerlösen von rund 6,7 Mio. bis rund 15,6 Mio. Euro durchwegs positive Ergebnisse erzielt. Auch für 2018 dürfte grundsätzlich ein positives Ergebnis erwartet werden. Allerdings habe die Firma viele Außenstände, die nicht kurzfristig einzubringen gewesen sein sollen. Infolge der Insolvenz der Wien Wert AG mussten Forderungen über 0,24 Mio. Euro zur Gänze wertberichtigt werden. Aus einem anderen Großprojekt sei eine Forderung der GmbH von rund 1,2 Mio. Euro kurz davor, bei Gericht eingeklagt zu werden.

Die Verbindlichkeiten betragen nach dem vorgelegten Vermögensstatus rund 4,1 Mio. Euro. Davon entfallen rund 2,09 Mio. Euro auf Bank- und rund 1,8 Mio. Euro auf Lieferantenverbindlichkeiten. Weiters schlagen rund 1,1 Mio. Euro auf Rückhaftungen aufgrund von Haftbriefen zu Buche. Darüber hinaus gibt es Steuer- und Abgabenschulden sowie Verpflichtungen gegenüber den Dienstnehmern. Die Aktiva wurden mit rund 3,95 Mio. Euro zu Buchwerten beziffert, wobei rund 3,6 Mio. auf Außenstände entfallen. Diese sind einerseits strittig bzw. eventuell gerichtsanhängig und wurden laut AKV auch an die Hausbank abgetreten. Im Insolvenzantrag gibt man die freien Aktiva mit rund 0,8 Mio. Euro an.

Angestrebt wird der Abschluss eines Sanierungsplanes, wobei der Gläubigerschaft vorerst das Mindesterfordernis einer Quote von 20 Prozent binnen zwei Jahren vorgeschlagen wurde. Der Spezialist für Elektrotechnik, Gebäudesystemtechnik und Gebäudetechnik verwies auf einen - noch zu prüfenden - Überschuss bis Jahresende von rund 0,4 Mio. Euro. Auch die Auftragslage ist laut KSV und Creditreform gut, aktuell laufen 18 größere Aufträge und diverse Kleinprojekte. Dem AKV zufolge soll es auch Verhandlungen mit einem strategischen Investor geben, auf dessen Einstieg sich auch der vorgeschlagene Sanierungsplan stützt.

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