Steinmeier: Grexit wäre riesiger Ansehensverlust für EU

Berlin/Athen (APA/Reuters) - Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier will Griechenland nicht nur aus ökonomischen Gründen in der Eurozone halten. Ein Ausscheiden des Landes aus der Währungsunion hätte auch europa- und außenpolitisch gravierende Folgen, warnte er im "Handelsblatt" vom Donnerstag.

"Es wäre ein enormer Ansehensverlust, wenn es die EU mit ihrer Wirtschaftskraft und politischen Kompromisserfahrung nicht schafft, einen Mitgliedsstaat auf seinem Weg zur wirtschaftlichen und fiskalischen Gesundung zum Erfolg zu begleiten".

Die europäischen und internationalen Partner Griechenlands haben nach den Worten Steinmeiers signalisiert, dass sie bereit seien, sich auch neue Ideen anzuhören. Jetzt aber stehe die griechische Regierung in der Pflicht, Vorschläge vorzulegen, "die seriös sind". Bei allem Verständnis für den Wunsch der neuen Regierung, künftige Reformen sozial ausgewogen zu gestalten, bleibe die Haushaltskonsolidierung unverzichtbar.

Die Euro-Länder haben sich grundsätzlich darauf verständigt, das zweite Hilfsprogramm für Griechenland zu verlängern. Bevor weitere Hilfsgelder fließen, muss die neue Regierung des Landes aber eine Reformliste konkretisieren und umsetzen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker