Steinhoff will zum Abbau von Schulden alle Optionen prüfen

Johannesburg/Sandton (APA/Reuters) - Der angeschlagene Einzelhandelskonzern Steinhoff - Mutter der heimischen Möbelketten Kika und Leiner - prüft alle Optionen, um seine Schulden bedienen zu können. Das in Deutschland auch durch die Möbelkette Poco bekannte Unternehmen reagierte damit am Dienstag auf einen Bericht der Agentur "Bloomberg", Steinhoff könne sich von Anteilen seiner Tochter Steinhoff Africa Retail (STAR) trennen.

Steinhoff hält 77 Prozent an der Tochter. Der SDax-Konzern hatte angekündigt, rund zwei Milliarden Euro durch Verkäufe abseits seines Kerngeschäfts aufbringen zu wollen. Steinhoff hatte sich bereits von Anteilen an seiner südafrikanischen Beteiligung KAP Industrial getrennt.

Steinhoff wird von einer Affäre um Bilanz-Unregelmäßigkeiten belastet. Die Enthüllungen hatten nicht nur den Aktienkurs zeitweise um bis zu 90 Prozent nach unten gedrückt, sondern Steinhoff auch in eine Liquiditätskrise gestürzt. Das Management versucht, das Unternehmen zu stabilisieren. Mitte März hatte die deutsche Finanzaufsicht BaFin mit einem Zwangsgeld in einer Höhe von 1,5 Millionen Euro gedroht.

Kika/Leiner/Lipo gaben gestern Abend bekannt, im Zuge der Umstrukturierung vier von 50 Standorten in Österreich zu schließen. Dies betrifft zwei Lipo-Märkte, ein Kika- und ein Leiner-Möbelhaus.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

Newsticker

Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

Newsticker

Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

Newsticker

Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker