Steinbacher Dämmstoffe steigerte Umsatz erstmals auf über 100 Mio.

Erpfendorf (APA) - Das Familienunternehmen Steinbacher Dämmstoffe mit Sitz in Erpfendorf im Tiroler Unterland hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals seinen Umsatz auf über 100 Mio. Euro gesteigert. Konkret setzte der Dämmstoffproduzent 2017/18 (Geschäftsjahr endet mit 31. März, Anm.) 103,8 Mio. nach 81 Mio. Euro im Jahr davor um, sagte Geschäftsführer Roland Hebbel im Gespräch mit der APA am Montag.

Dafür verantwortlich sei unter anderem die strategische Übernahme der Gefinex GmbH in Brandenburg, so Hebbel. Neben dem guten Namen, den der Hersteller von Lösungen im Bereich Schall- und Feuchtschutz in Deutschland mitbringe, sei es auch in logistischer Hinsicht ein "strategisch guter Platz" gewesen. Gehe es doch in der Branche darum, möglichst kurze Lieferzeiten gewährleisten zu können. "Zudem transportieren wir zu 98 Prozent Luft", meinte der Geschäftsführer im Hinblick auf den Dämmschutz. Daher sei es in der "logistischen Betrachtung" wichtig, "am richtigen Platz zu sitzen". Darüber hinaus habe die Akquisition im Bereich Hochbau, einem der beiden Hauptgeschäftsfelder, auch in gewisser Hinsicht als "Türöffner" für neue Märkte fungiert.

Im zweiten Geschäftsbereich, der Haustechnik, stehe Steinbacher auch außerhalb Österreichs traditionell "stark da". Darunter fallen Isolierungen für Fußbodenheizungen sowie Sanitär - und Heizungstechnik. Die Exportquote des Familienunternehmens betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 47 Prozent. Die größten drei ausländischen Märkte sind Deutschland, Schweiz und Italien.

Der heimische Markt sei nach einer "Phase der Stagnation" von 2013 bis 2016 wieder im Aufwind. Generell sei das Bausegment in seiner Reaktion "schwerfällig". "So wie es drei Jahre gedauert hat, bis die Finanzkrise von 2008 tatsächlich auch im Bau angekommen ist, so lange dauert es bis die gegensteuernden Maßnahmen wirken", erklärte Hebbel. Gegenwärtig sei die Branche damit konfrontiert, den aufgebauten "Investitionsstau" abzuarbeiten. Die "größte Herausforderung" in diesem Zusammenhang sei das "Humanressourcenproblem", so Hebbel: "Es gibt derzeit zu wenige Arbeitskräfte am Bau". Auch im Bereich der Digitalisierung gebe es Aufholbedarf. Daher werde das Wachstum in den kommenden Jahren auch nicht "exorbitant" in die Höhe gehen, schätzte Hebbel, sondern sich in einer "Größenordnung von drei Prozent" einpendeln.

Vor einigen Jahren hieß es noch, dass die Dämmstoffbranche "zum Wachsen verurteilt" sei. Aber auch hier würden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Jedenfalls habe sich die Branche nach den geschaffenen Überkapazitäten und dem damit verbundenen Preisverfall konsolidiert. Dieser Prozess sei in den vergangenen Jahren erfolgt. Über das kommende Geschäftsjahr wollte Hebbel kein Urteil abgeben. Denn die Auftragslage sei generell von Kurzfristigkeit geprägt: "Wenn heute eine Bestellung eingeht, sollte die Lieferung morgen das Lager verlassen". Zudem sei sie auch von anderen Faktoren wie Wetter oder etwa in Tirol vom Tourismus beeinflusst. Die Stimmung sei aber insgesamt "positiv" und die Baubranche freue sich über eine "sehr gute Auslastung".

Steinbacher Dämmstoffe verfügt nach eigenen Angaben über 480 Mitarbeiter an den drei Standorten in Erpfendorf, Deutschland und Polen. Der heimische Standort bleibe auch in der Produktion der größte. Im abgelaufenen Jahr habe man insgesamt 4,6 Mio. Euro in die Produktionsstätten investiert, wobei der Löwenanteil davon für den Bau des neuen Steinbacher-Dienstleistungszentrums und für die Infrastruktur am Hauptstandort in Erpfendorf aufgewendet worden sei.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro