Start der "Bank für Gemeinwohl" verzögert sich

Der Start der genossenschaftlichen "Bank für Gemeinwohl" verzögert sich. Bisher sind erst 2,3 Mio. der erforderlichen 6 Mio. Euro für das Ansuchen um eine Banklizenz eingesammelt worden. Als Zwischenschritt könnte nun ein "Zahlungsinstitut für Girokonten in der ersten Hälfte 2017 kommen", kündigte der neue Gemeinwohlbank-Vorstand Peter Zimmerl im Gespräch mit dem "Kurier" (Freitagausgabe) an.

Bisher haben sich 3.296 Genossenschafter an der geplanten Bank beteiligt. Die seit fünf Jahren in Planung befindliche Ethik-Bank wollte eigentlich im Frühjahr 2016 den Banklizenzierungsprozess bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) beginnen. Für Zimmerl ist es denkbar, zuerst auch eine Crowdfunding-Plattform für Gemeinwohl geprüfte Unternehmungen anzubieten. Das ursprüngliche Ziel war, bis zum Jahr 2017 mit rund 40.000 Genossenschafter ein Startkapital von 15 Mio. Euro einzusammeln. Die Zahl von 15 Mio. Euro sei "ambitioniert gewesen", so der Ethik-Banker.

Zimmerl war zuvor bei einer Tochter des Glücksspielkonzerns Novomatic und beim Kreditkartenanbieter Paylife beschäftigt. Er sei in diesem Umfeld "nach einer gewissen Zeit unzufrieden" gewesen, so Zimmerl über die Hintergründe seines Jobwechsels. "Das Geschäft, in dem gearbeitet wird, tut nicht das, wofür es da ist: Drehscheibe für die Wirtschaft zu sein."

Brüssel/Mountain View /Menlo Park (APA/dpa) - Trotz Widerständen aus anderen EU-Ländern will der französische Präsident Emmanuel Macron sein Vorhaben einer Besteuerung von Internet-Giganten vorantreiben. Er setze dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Deutschland, sagte Macron beim EU-Gipfel in Brüssel am Freitag. Es sei ein Problem, dass große Internetfirmen in manchen Mitgliedstaaten bisher keine Mehrwertsteuer zahlten.
 

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Macron lässt bei Steuer für Internet-Giganten nicht locker

Peking (APA/Reuters) - Die EU prüft, ob chinesische Firmen Elektro-Fahrräder in Europa nur dank unfairer Beihilfen zu Niedrig-Preisen anbieten können. Die EU-Kommission leitete am Freitag die Untersuchung einer Beschwerde ein, die der Europäische Fahrradhersteller-Verband (EBMA) Anfang Oktober eingereicht hatte.
 

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EU prüft Dumping-Vorwürfe gegen E-Bike-Hersteller aus China

Windhuk (APA) - Der afrikanische Staat Namibia macht ernst mit Airbnb-Vermietern: Melden oder erwischt werden und ins Gefängnis gehen, heißt die neue Losung. Bis zum Jahresende kann man sich noch bei der Tourismus-Regulierungsbehörde anmelden. Der Tourismussektor trägt rund 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des südafrikanischen Landes bei, das etwa bei Safari-Freunden beliebt ist.
 

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Namibia greift bei Airbnb-Vermietern hart durch