Start der "Bank für Gemeinwohl" verzögert sich

Der Start der genossenschaftlichen "Bank für Gemeinwohl" verzögert sich. Bisher sind erst 2,3 Mio. der erforderlichen 6 Mio. Euro für das Ansuchen um eine Banklizenz eingesammelt worden. Als Zwischenschritt könnte nun ein "Zahlungsinstitut für Girokonten in der ersten Hälfte 2017 kommen", kündigte der neue Gemeinwohlbank-Vorstand Peter Zimmerl im Gespräch mit dem "Kurier" (Freitagausgabe) an.

Bisher haben sich 3.296 Genossenschafter an der geplanten Bank beteiligt. Die seit fünf Jahren in Planung befindliche Ethik-Bank wollte eigentlich im Frühjahr 2016 den Banklizenzierungsprozess bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) beginnen. Für Zimmerl ist es denkbar, zuerst auch eine Crowdfunding-Plattform für Gemeinwohl geprüfte Unternehmungen anzubieten. Das ursprüngliche Ziel war, bis zum Jahr 2017 mit rund 40.000 Genossenschafter ein Startkapital von 15 Mio. Euro einzusammeln. Die Zahl von 15 Mio. Euro sei "ambitioniert gewesen", so der Ethik-Banker.

Zimmerl war zuvor bei einer Tochter des Glücksspielkonzerns Novomatic und beim Kreditkartenanbieter Paylife beschäftigt. Er sei in diesem Umfeld "nach einer gewissen Zeit unzufrieden" gewesen, so Zimmerl über die Hintergründe seines Jobwechsels. "Das Geschäft, in dem gearbeitet wird, tut nicht das, wofür es da ist: Drehscheibe für die Wirtschaft zu sein."

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma