Starker Schweizer Franken drückte bei Handelskette Migros auf Gewinn

Die Schweizer Supermarktkette Migros hat im vergangenen Jahr unter dem Einkaufstourismus und der Frankenstärke gelitten. Der Konzern hat zwar gleich hohe Einnahmen erzielt wie im Vorjahr. Die Marge und damit der Gewinn sind jedoch gesunken.

Der Gewinn reduzierte sich um 4,2 Prozent auf 791,1 Mio. Franken (727,5 Mio. Euro). Der Betriebsgewinn (EBIT) ging sogar um 12,8 Prozent auf 981,6 Mio. Franken zurück, wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Gründe für diesen Rückgang gibt die Migros nicht an. Sie sind jedoch offensichtlich. Die Frankenstärke und der Einkaufstourismus haben auf die Margen gedrückt.
So hat zwar die Migros-Gruppe im letzten Jahr mit Übernahmen und neuen Ladenflächen die Geschäftstätigkeit und damit auch die Kosten ausgedehnt. Der Personalbestand ist auch erstmals über die Marke von 100.000 Personen angestiegen. Die Einnahmen dagegen konnte der "orange Riese" nicht steigern. Sie blieben mit 27,4 Mrd. Franken konstant, wie die Migros bereits Mitte Jänner mitgeteilt hatte. Die Betriebsmarge sank entsprechend von 4,1 auf 3,6 Prozent.
Aus welchem der vielen Geschäftsfelder dieser Renditerückgang stammt, weist die Migros nicht aus. Aus den Veränderungen der Umsatzzahlen lässt sich jedoch erahnen, wo Migros besonders unter Margenschwund leidet.
So ging der Umsatz der Hotelplan-Gruppe markant um 7,1 Prozent auf 1,3 Mrd. Franken zurück. Migros schreibt denn auch in Bezug auf das Reiseunternehmen von einem schwierigen Jahr. Das gleicht gilt für Globus und Schild. Trotz erfolgreicher Integration von Schild und Marktanteilsgewinnen musste dieser Unternehmensbereich einen Umsatzrückgang von 3,3 Prozent auf 928,7 Mio. Franken hinnehmen.
Ebenfalls deutlich um 5,4 Prozent sanken sind die Verkäufe beim Tankstellenbetreiber Migrol (-16,2 Prozent auf 1,4 Mrd. Franken) und bei Ex Libris (-5,4 Prozent auf 121 Mio. Franken). Zulegen konnte Migros dagegen mit den Bahnhofshops Migrolino (+10 Prozent auf 382 Mio. Franken), dem Hauslieferdienst LeShop (+6,6 Prozent auf 176 Mio. Franken) dem Onlineshop Digitec Galaxus, beim dem die Migros im letzten Jahr die Beteiligung auf 70 Prozent aufgestockt hat.
Im größten Geschäftsfeld, im Einzelhandel, dagegen musste die Migros-Gruppe im letzten Jahr leichte Rückgange hinnehmen. So reduzierte sich der Umsatz der zehn regionalen Migros-Genossenschaften im In- und Ausland um 1,9 Prozent auf 15,9 Mrd. Franken. Die Diskontkette Denner erzielte mit 2,9 Mrd. Franken 0,4 Prozent geringere Einnahmen.
Migros wertet dies jedoch nicht als Rückschlag. "Das Marktumfeld war schwierig, trotzdem konnten wir im Detailhandel die Kundenfrequenzen wiederum steigern und markant Marktanteile ausbauen", lässt sich Migros-Präsident Herbert Bolliger in der Mitteilung zitieren. Laut BAK Basel hat die Migros-Gruppe 2015 ihren Marktanteil im Schweizer Einzelhandel ohne die Bereiche Auto und Treibstoffe um 0,8 Prozent auf 21,2 Prozent erhöht.

Klagenfurt (APA) - Im Hypo-Prozess zu den Fällen "Hilltop" und "Blok 67" sind am Donnerstag Mitglieder des Aufsichtsrats sowie Zeugen aus Liechtenstein befragt worden. So erzählte ein Liechtensteinischer Anwalt, dass er die "Hilltop" ins Leben gerufen und die Hypo nichts mit dieser Gründung zu tun gehabt habe. Die Aufsichtsratsmitglieder bezeichneten die damaligen Entscheidungen als plausibel.
 

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Hypo-Prozess - "Hilltop" als "Reservegesellschaft" in Liechtenstein

Bad Gastein (APA) - Nach der Übernahme von drei Gebäuden aus der Belle Epoque im Zentrum des Kurortes Bad Gastein durch das Land Salzburg sind nun dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen erfolgt, um die desolaten Häuser vor eindringender Nässe zu schützen. Mit Ausnahme von kleineren Arbeiten seien die Objekte "soweit fit für den kommenden Winter", erklärte am Donnerstag Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP).
 

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Bad Gastein: Drei Belle-Epoque-Häuser wurden "winterfit" saniert

Berlin (APA/Reuters) - Das deutsche Finanzministerium lehnt die Idee der EU-Kommission für eine neue Form von Staatsanleihen-Verbriefungen ab. "European Safe Bonds (ESB) führen in die falsche Richtung und können Finanzrisiken sogar verstärken", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag des Ministeriums-Chefökonomen Ludger Schuknecht und des Leiters der Abteilung für Finanzmarktpolitik, Levin Holle.
 

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Deutsches Finanzministerium gegen "Eurobond"-Verbriefungen