Starke Chip-Nachfrage beschert Samsung Rekord beim Betriebsgewinn

Seoul (APA/Reuters) - Samsung Electronics hat dank der starken weltweiten Nachfrage nach Speicherchips einen so hohen Betriebsgewinn eingefahren wie noch nie zuvor. Das operative Ergebnis habe sich im dritten Quartal wohl auf 14,5 Billionen Won (umgerechnet 10,8 Milliarden Euro) gesteigert und damit fast verdreifacht, teilte der südkoreanische Apple-Rivale am Freitag unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit.

Dies ist mehr als von Analysten erwartet. Der Umsatz hat sich demnach um fast 30 Prozent auf 46,2 Milliarden Euro verbessert.

Während Apple ausschließlich Unterhaltungselektronik im Angebot hat, kann Samsung auf ein breites Sortiment setzen, das auch aus Fernsehern, Hausgeräten, Halbleitern und Bildschirmen besteht. Dies kam den Südkoreanern nun zu Gute. Laut Analysten kurbelten zum einen rege Verkäufe des neuen Smartphone-Flaggschiffs Galaxy Note 8 den Umsatz an, der vor einem Jahr noch unter der kostspieligen Rückrufaktion des Vorgängermodells litt. Zum anderen profitiert Samsung weiterhin vom Boom bei den Speicherchips.

"Während sich die Ausweitung des Speicherchip-Angebots drastisch verlangsamt hat, übertrifft die Nachfrage alle Erwartungen, was die Preise in die Höhe schießen lässt", sagte Analyst Kim Woon Hoo von der Investmentbank IBK. Neue Fabriken des Weltmarktführers Samsung und der Nummer zwei SK Hynix werden wohl erst 2019 an den Start gehen.

Samsung veröffentlicht Ende Oktober genauere Angaben zum Quartal. Gewinnmitnahmen drückten die Aktie am Freitag um rund 0,8 Prozent.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne