Standard & Poor's: Puerto Rico ist so gut wie pleite

Die mit den USA assoziierte Karibikinsel Puerto Rico steht nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's unmittelbar vor einer Pleite. S&P senkte die Kreditwürdigkeit der Insel am Dienstag auf die Note CC und damit auf einen "drohenden Zahlungsausfall" ab. Die Ratingagentur sei der Auffassung, dass eine Pleite "praktisch Gewissheit" sei, erklärte S&P-Analyst Brendan Browne.

Die Regierung von Puerto Rico hatte Ende Juni mitgeteilt, ihre Schulden von rund 73 Mrd. Dollar (66,2 Mrd. Euro) nicht mehr bedienen zu können und deshalb mit den Gläubigern verhandeln zu wollen. Nach Einschätzung von S&P würden die Geldgeber dann nicht den Nennwert ihrer Schuldtitel zurückerhalten.

Puerto Rico war bis 1898 spanische Kolonie und ist wie einige andere Karibikinseln mit den USA assoziiert. Die Bewohner Puerto Ricos haben seit dem Jahr 1917 die US-Staatsbürgerschaft und dienen in der Armee, sind in den USA aber nicht wahlberechtigt oder steuerpflichtig. Die Wirtschaft der Insel schrumpft seit sieben Jahren.

Wegen des besonderen Status kann Puerto Rico mit seinen 3,5 Millionen Einwohnern nicht offiziell Insolvenz anmelden. Ein Zahlungsausfall könnte deshalb jahrelange Verhandlungen nach sich ziehen, um die Krise beizulegen.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor