Stahlindustrie sieht Anzeichen für Importschwemme wegen US-Zollstreit

Berlin (APA/Reuters) - Wegen des Zollstreits mit den USA mehren sich der deutschen Stahlindustrie zufolge die Anzeichen für eine Importschwemme in Europa. Schon an den ersten Monaten dieses Jahres sei zu sehen, wie sich die Mengen auf dem europäischen Stahlmarkt durch Einfuhren aus Ländern wie Russland oder der Türkei deutlich erhöhen, sagte der Präsident der deutschen Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff.

So seien etwa die Importe aus Russland gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 139 Prozent gestiegen. "Es ist völlig realistisch, dass die Länder, die wegen der Zölle nicht mehr in die USA liefern können, mit ihrem Stahl auf den europäischen Markt drängen", sagte Kerkhoff der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Montag.

Kerkhoff bekräftigte die Forderung an die EU, Schutzmaßnahmen gegen solche Umlenkungseffekte zu ergreifen.

US-Präsident Donald Trump hat Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängt. Die EU wurde vorerst bis zum 1. Juni davon ausgenommen. Sie verhandelt derzeit mit der US-Regierung über eine dauerhafte Ausnahme.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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