Stadt Salzburg will Lokalbahn bis zum Mirabellplatz verlängern

Salzburg (APA) - Die Stadt Salzburg will die Lokalbahn von der Endstation am Hauptbahnhof unterirdisch bis zum Mirabellplatz verlängern. Der Stadtsenat hat am Montag einstimmig einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst. Und auch wenn das Projekt nur 750 Meter zusätzliche Strecke umfasst - der Bau könnte zur ersten Etappe für die lange geforderte Bahnverbindung durch das Stadtzentrum Richtung Süden werden.

"Wichtig ist, dass wir gemeinsam mit dem Land ordentlich Druck Richtung Wien machen", sagte Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) heute. Und er wartete mit einer positiven Nachricht auf: "Das Verkehrsministerium hat großes Interesse am Projekt." Man sei in Wien bereit, die Zielsetzungen der Stadt zu unterstützen - allerdings nicht aus eigenen Ressortmitteln. Die Finanzierung müsse erst mit dem Finanzministerium verhandelt werden.

Geht es nach den Plänen der Stadt, dann soll der Bund die Hälfte der Kosten tragen. Die andere Hälfte müssten sich dann Stadt und Land in einem noch zu verhandelnden Schlüssel teilen. Die Planungskosten werden derzeit mit rund sieben Millionen Euro, die Gesamtbaukosten mit rund 140 Millionen Euro veranschlagt. Mit dem heutigen Beschluss wurde Preuner auch ermächtigt, alle notwendigen Verhandlungen zur Projektvorbereitung zu führen. Läuft alles nach Plan, wäre ein Baustart 2022 und eine Inbetriebnahme 2024 möglich.

Die zusätzliche Reisezeit vom Bahnhof bis zum Mirabellplatz würde einer Studie zufolge nur 75 Sekunden betragen - aber 1,1 Millionen neue Fahrgäste im Jahr bringen. Im Idealfall könnte bereits diesen Spätherbst ein Vertrag über Finanzierung, Planung und Bau des ersten Ausbauschritts abgeschlossen werden. Die Stadt wird auf jeden Fall Geld auf die Seite legen: Für die Planung werden in den Jahren 2019 bis 2021 jeweils 600.000 Euro pro Jahr budgetiert, für die Baukosten 2022 und 2023 jeweils fünf Millionen Euro. Darüber hinaus gehende Kosten werden dann die Haushalte der Folgejahre belasten.

Die unterirdische Verlängerung gilt als erster Schritt zur Lösung der Verkehrsprobleme in der staugeplagten Landeshauptstadt. Bernhard Carl von der grünen Bürgerliste sprach in der Stadtsenatssitzung von einem Anfang in die richtige Richtung. Sinnvoll sei das Projekt aber nur als Ganzes - also dann, wenn die Bahn nicht nur um 750 Meter, sondern langfristig durch die gesamte Salzburger Innenstadt und weiter über die Alpenstraße bis nach Hallein geführt wird.

Eine nicht unumstrittene Studie hatte im Vorjahr dem Gesamtprojekt Kosten in der Höhe von fast 1,5 Mrd. Euro prognostiziert. "Eine komplette Durchbindung in den Süden ist aus heutiger Sicht noch immer nicht finanzierbar", sagte Bürgermeister Preuner am Montag. "Aber jetzt geht es einmal darum, den ersten Schritt zu setzen." Der Stadt kommt dabei die Weitsicht früherer Bauherren entgegen: Als 1996 die unterirdische Endstation der Lokalbahn am Hauptbahnhof in Betrieb ging, wurde "vorsorglich" schon einmal 200 Meter weiter Richtung Zentrum gegraben - ein Tunnel, der nun bereits zur Verfügung steht.

Zugleich wurden auf Wunsch des Verkehrsministeriums zwei weitere Projekte in die Planungen mit aufgenommen: Die Idee eines neuen, 900 Meter langen Gleises, welche das Messezentrum samt einem Reisebus-Terminal ans Schienennetz anbindet ("Messebahn"), und die Erschließung der Betriebsbahn der Brauerei Stiegl für den Öffentlichen Personennahverkehr.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen