Stabilitätsrat sieht wenig Finanz-Spielraum für deutsche Regierung

Berlin (APA/Reuters) - Die Finanzminister von Bund und Ländern in Deutschland sehen trotz der hohen Einnahmen aufgrund der guten Konjunktur nur wenig Spielraum für Investitionen und andere Zusatzausgaben einer neuen deutschen Regierung.

"Die gute Haushaltslage wird in erheblichem Umfang durch die konjunkturell bedingte Zunahme der öffentlichen Einnahmen und das anhaltende Niedrigzinsumfeld getragen", teilte der Stabilitätsrat von Bund und Ländern am Montag mit. "Die günstige Lage sollte daher genutzt werden, um Vorsorge für künftige Jahre zu treffen." Ziel sei es, Bund, Länder und Gemeinden auch in konjunkturellen Schwächephasen handlungsfähig zu halten. Der Stabilitätsrat erwartet für 2017 einen strukturellen Überschuss von rund 1,25 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die Obergrenze des gesamtstaatlichen Defizits von 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts dürfte damit dem unabhängigen Beirat des Rates zufolge "mit erheblichem Abstand" eingehalten werden.

Der für Budgetfragen zuständige Finanz-Staatssekretär Werner Gatzer nannte als finanzielle Spielräume für eine neue Regierung die bereits ausgewiesenen rund 15 Milliarden Euro plus die Überschüsse, die nach der jüngsten Steuerschätzung im November genannt wurden. Damals hatte der geschäftsführende Finanzminister Peter Altmaier von weiteren 15 Milliarden Euro gesprochen, eine Festlegung auf eine genaue Summe aber vermieden. Während der Sondierungen von Union, FDP und Grünen wurden auch Spielräume von 60 Milliarden Euro genannt.

Wiesbaden (APA/dpa) - In Deutschland ist unter den Bundesländern ein Streit um die Strafzahlung des VW-Konzerns in Höhe von einer Milliarde Euro wegen des Abgasskandals entbrannt. Das Land Hessen hat nun die Aufteilung des Milliardenbußgeldes unter den Ländern gefordert. Gezahlt hat Volkswagen die Milliarde an das Land Niedersachsen, das maßgeblich am Konzern beteiligt ist.
 

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Deutsche Bundesländer streiten um VW-Milliarde

Athen (APA/Reuters) - Die Finanzminister der Euro-Länder wollen die Auszahlung von Milliardenmitteln an Griechenland nach dem Auslaufen des dritten Rettungsprogramms im August an Reformauflagen knüpfen. Insgesamt 4,8 Mrd. Euro bis 2022 sollten nur dann gezahlt werden, wenn die Athener Regierung sich an die Bedingungen eines sogenannten Überwachungsprogramms halte, heißt es in einem Dokument der Eurogruppe.
 

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Euro-Länder planen reformabhängige Zahlungen an Griechenland

Berlin/Menlo Park (APA/Reuters) - Facebook will Falschmeldungen auf seiner Plattform weiter erschweren. Die Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern werde bis Jahresende von derzeit 14 auf weitere Länder ausgedehnt, kündigte das weltgrößte soziale Netzwerk am Donnerstag an. Zudem fänden in nunmehr vier Ländern Tests zur Überprüfung von Fotos und Videos statt.
 

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Facebook will schärfer gegen Falschmeldungen vorgehen