Staatsanwaltschaft zu Daimler in Kontakt mit Behörden im Ausland

Frankfurt/Stuttgart (APA/Reuters) - Die Staatsanwaltschaft Stuttgart steht bei ihren Ermittlungen zu Dieselabgasbetrug bei Daimler in Kontakt mit Behörden im Ausland. Das sagte ein Sprecher der Behörde am Montag der Nachrichtenagentur Reuters auf die Frage, ob diese im Zusammenhang mit dem Mercedes-Vito wegen des Einsatzes von Renault-Motoren in dem Modell mit französischen Amtskollegen zusammenarbeite.

Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte vergangene Woche Daimler zum Rückruf von gut 4.900 Diesel-Fahrzeugen des Modells Vito wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung verpflichtet. Daimler ist der Auffassung, die betreffenden Funktionen seien nicht unzulässig.

Die Strafverfolger in Stuttgart ermitteln schon länger gegen zwei ihnen bekannte sowie weitere unbekannte Verantwortliche bei Daimler wegen Betruges und strafbarer Werbung im Zusammenhang mit Dieselabgasen. Noch vor Bekanntgabe des Vito-Rückrufes hatten die Strafverfolger ihre Ermittlungen auf dieses Modell ausgeweitet. Auch gegen mehrere Mitarbeiter des Autozulieferers Bosch laufen Ermittlungen wegen Beihilfe zum Betrug bei Daimler, Audi, Volkswagen und Fiat Chrysler. Zudem ermitteln die Stuttgarter gegen die VW-Tochter Porsche, in deren Fahrzeugen Audi-Motoren mit vermutlich illegaler Drosselung der Abgasreinigung zum Einsatz kamen. Im April hatte der Leitende Oberstaatsanwalt Siegfried Mahler erklärt, wegen des schieren Umfangs der Untersuchungen in diesem Jahr noch nicht zu einer Entscheidung über eine Anklage kommen zu können.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro