Staatsanwalt beantragt Haftstrafen für Ackermann und Breuer

Im Strafprozess um den versuchten Betrug im Fall Kirch stehen drei Banker vor Gericht. Ein Urteil soll Ende April gefällt werden.

München/Frankfurt. Im Strafprozess um versuchten Betrug im Fall Kirch hat der Staatsanwalt vor dem Landgericht München Haftstrafen für die ehemaligen Deutsche-Bank-Chefs Rolf Breuer und Josef Ackermann gefordert. Für Ackermann beantragte er zweieinhalb Jahre Haft, für Breuer dreieinhalb Jahre.

Der amtierende Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, soll aus Sicht des Staatsanwalts mit einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung sowie 2 Mio. Euro Geldstrafe sanktioniert werden. Die Beweisaufnahme habe den Vorwurf der Anklage voll umfänglich bestätigt.

Der Vorsitzende Richter Peter Noll teilt diese Einschätzung aber nicht: Er hatte kurz vor dem Schlussvortrag bereits gesagt, dass der Prozess die Anklage nicht bestätigt habe. Fitschen und die anderen Angeklagten dürften nach diesen klaren Worten wohl trotz des Antrags der Staatsanwaltschaft nicht viel zu befürchten haben. Das Urteil soll voraussichtlich Ende April verkündet werden.

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass Fitschen, Ackermann und Breuer sowie zwei weitere ehemalige Top-Banker der Deutschen Bank vor fünf Jahren Richter hinters Licht führen wollten, um die Deutsche Bank vor Schadenersatzzahlungen im Zusammenhang mit der Pleite des Medienkonzerns Kirch zu bewahren. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe von Anfang an zurückgewiesen.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden