Sporttourismus - Weitere potenzielle Urlauber in CEE

Wien/St. Johann im Pongau (APA) - Die rund 250 Skigebiete in Österreich sind bereits recht gut gebucht. Doch um das hohe Niveau im internationalen Wettbewerb halten zu können, braucht es auch neue Urlauber. "Wachstumspotenzial" ortet die Bundesobfrau der Tourismussparte in der Wirtschaftskammer, Petra Nocker-Schwarzenbacher, in CEE. "Das sind die Gäste der Zukunft - unmittelbar vor der Haustür", sagte sie in St. Johann im Pongau.

Einen Schub für die Nächtigungen erwartet sich die Branchensprecherin der Beherbergungsbranche angesichts der zunehmenden Wirtschaftskraft in Kroatien, Polen, Ungarn oder auch Bulgarien.

81 Prozent (40 Millionen) der Winternächtigungen würden mit Touristen aus europäischen Ländern lukriert, wo der Durchschnitt der privaten Haushalte ein hohes monatliches Einkommen von 3.000 Euro brutto und mehr zur Verfügung habe. Weitere 9,2 Prozent (4,5 Millionen Übernachtungen) kämen von den 15 Ländern in Europa, mit einem durchschnittlichen Haushaltsmonatseinkommen unter 1.500 Euro. "Die Wirtschaftslage wird sich auch in diesen Ländern verbessern", so Nocker-Schwarzenbacher. Je höher das verfügbare Einkommen ist, desto intensiver wird gereist und desto eher auch ins Ausland.

Da ein starker Zusammenhang zwischen der Höhe des verfügbaren Haushaltseinkommens und dem Ski-Alpinfahrer-Anteil der Wohnbevölkerung (über 14 Jahre) in Europa besteht, ist in diesen Ländern bei entsprechender positiver Wirtschafts- bzw. Einkommensentwicklung mittel- bis langfristig ein beachtliches Ski-Alpinfahrer-Potenzial vorhanden, heißt es im aktuellen Tourismusreport des Instituts für touristische Raumplanung (ITR), auf den die Branchensprecherin der Hotellerie Bezug nahm. Skifahren ist nun mal teuer.

Insgesamt gab es in Europa 2017 der Studie zufolge 62,9 Millionen alpine Skifahrer - das waren 9,1 Prozent der Bevölkerung Ü-14. Von den insgesamt 1.637 Skigebieten befinden sich 254 in Österreich, der Großteil (über 1.100) entfällt auf die Alpenländer.

In der Saison 2016/17 seien in den heimischen Wintersportdestinationen 44,7 Millionen Urlaubernächtigungen verzeichnet worden - knapp drei Viertel davon kamen von Touristen aus Europa.

Neue Gästegruppen sind für die Branche essenziell. Denn der Wintersporttourismus zeigt dem Report zufolge in einigen Ländern "Stagnationstendenzen". Die Nachfrage habe sich in der Wintersaison 2016/17 "auf hohem Niveau abgeschwächt". Dadurch habe sich der Wettbewerb im alpinen Skitourismus verschärft.

Allein im Alpenraum seien im Winter 2016/17 fast 171 Millionen "Ski-Visits" (Ersteintritte/Besucher) gezählt worden - das waren den Angaben zufolge 78 Prozent aller Ski-Visits in Europa. 51,3 Millionen Visits zählte Österreich. Allein die Seilbahnunternehmen in den Alpenländern hätten mit einem Durchschnittserlös von 25 bis 30 Euro pro Besucher einen Umsatz in Höhe von 4,3 bis 5,1 Mrd. Euro und somit knapp ein Fünftel der gesamten Tourismus-Einnahmen in den Wintersportdestinationen erzielt.

München (APA/dpa) - Der deutsche Autobauer BMW hat den Rückstand seiner Stammmarke im Verkauf von Autos gegenüber dem Konkurrenten Mercedes-Benz im Oktober nicht weiter verkürzt. Im vergangenen Monat verkaufte der Konzern weltweit 171.131 Autos der Marke BMW und damit um 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Dax-Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte.
 

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BMW kann Rückstand auf Mercedes im Oktober nicht weiter verkürzen

Berlin (APA/AFP) - Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine baldige Entscheidung für eine EU-Digitalsteuer in Aussicht gestellt. "Wir wollen auch, dass digitale Unternehmen fair besteuert werden", sagte Merkel dem Nachrichtenportal "t-online". "Wir reden nicht über das Ob einer Besteuerung der Digitalkonzerne, wir reden über das Wie. Und bis Dezember wird es einen Vorschlag geben."
 

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Merkel stellt baldige Entscheidung über EU-Digitalsteuer in Aussicht

New York/Los Angeles (APA/Reuters) - Den Facebook-Rivalen Snap holen mehr als eineinhalb Jahre nach dem Börsengang die Geschehnisse rund um den Gang aufs Parkett wieder ein. Das Justizministerium wie auch die Börsenaufsicht SEC hätten dem Betreiber von Snapchat Vorladungen zugestellt, teilte der US-Konzern in der Nacht zu Mittwoch mit.
 

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Facebook-Rivale Snap wegen Börsengang im Visier der Justiz