SPÖ kritisiert schwarz-blaue Wohnpläne: Mieten werden explodieren

Wien (APA) - Die SPÖ ist über die schwarz-blauen Pläne zur Reformierung des Wohnrechts empört. Wohnbausprecherin Ruth Becher wähnt das "größte Umverteilungsprogramm der Zweiten Republik hin zur Immobilienlobby" und fürchtet, dass die Mieten explodieren. Wenn etwa der von ÖVP/FPÖ geplante Lagezuschlag in Gründerzeitvierteln komme, würden sich sich die Wohnungen dort um bis zu 60 Prozent verteuern, meint sie.

Zudem wolle die neue Regierung zehntausende Wohnungen aus dem Mietrechtsgesetz herausnehmen, nämlich dann, wenn Wohnungen saniert werden. "Für die Mieter heißt das: doppelt bis dreimal so viel zahlen", so Becher am Donnerstag in einer Aussendung.

Becher zieht sogar eine Parallele zum Buwog-Skandal: In Wien seien sehr viele private Altbauwohnungen durch öffentliche Förderungen aufgewertet worden. In Summe steckten 2,5 Mrd. Euro an Steuergeld drin. "FPÖ und ÖVP wollen jetzt diese öffentlichen Investitionen privatisieren und es den Hausbesitzern erlauben, das zu Preisen von Neubauwohnungen auf den Markt zu bringen", kritisiert die Oppositionsvertreterin.

Auch die geplante Beschränkung für Familienangehörige in Mietverträge sowie das Vorhaben, im geförderten Wohnbau regelmäßig die Einkommen der Mieter zu überprüfen, sodass dann die Mieten steigen, wenn die Einkommen steigen, sind große Kritikpunkte Bechers.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte