Spitzenhoteliers gehen optimistischer in die Wintersaison als 2016/17

Wien (APA) - Die Chefs der heimischen Luxushotels rechnen heuer im Winter mit besseren Geschäften als im Vorjahr. Fast die Hälfte (45 Prozent) erwartet in der Saison 2017/18, die Anfang November startete, mehr Nächtigungen - 2016/17 war nur ein gutes Drittel (34,5 Prozent) so zuversichtlich. Einen Rückgang befürchten gut 10 Prozent - vor einem Jahr waren es noch 29 Prozent, geht aus einer ÖHV-Umfrage hervor.

"Die Betriebe erwarten viel von der jungen Saison", teilte die Chefin der Österreichischen Hoteliervereinigung, Michaela Reitterer, am Montag mit. Konkret gehen heuer 57 Prozent von einer Umsatzsteigerung aus, freilich "von einem niedrigen Niveau aus", wie die ÖHV relativierte. In der Vorjahressaison waren nur knapp 50 Prozent so optimistisch. Damals rechneten sogar noch 27 Prozent mit einem Umsatzrückgang in der bevorstehenden Saison, heuer sind mit 14 Prozent deutlich weniger so pessimistisch.

Die erwarteten Umsatzsteigerungen seien "auch dringend notwendig", so Reitterer. "Die Preisentwicklung der letzten Zeit hielt mit der Kostensteigerung bei weitem nicht mit", betonte die Branchensprecherin. Die Hoteliers hoffen auf eine Rücknahme der Umsatzsteuererhöhung durch die neue Regierung - statt 13 Prozent würden sie künftig lieber wieder nur 10 Prozent Steuer auf Nächtigungen an den Fiskus abliefern.

Fast 24 Prozent hoffen der Branchenumfrage zufolge auf eine bessere Durchsetzung der Zimmer- und Nebenleistungspreise, nach knapp 21 Prozent im Vorjahr. Mit einer schlechteren Durchsetzung rechnen mit 16 Prozent nur noch etwa halb so viele wie in der Saison 2016/17 (gut 29 Prozent). 60 Prozent sehen hier keine Veränderung (Vorjahr: fast 50 Prozent).

Die Investitionsfreudigkeit der Hoteliers hat heuer zugenommen: Weniger in ihre Betriebe investieren will heuer nur noch gut jeder fünfte Spitzenhotelier (22 Prozent), in der vorigen Wintersaison war es noch fast jeder dritte (29 Prozent). Mehr Aufwand planen - wie im Vorjahr - rund 12 Prozent. Den Zugang zur Kreditfinanzierung hält die Hälfte für unverändert, doch 23 Prozent beurteilen ihn als schwieriger bis deutlich schwieriger. Nur 3,9 Prozent sehen hier Erleichterungen.

Fast allen Hoteliers gemeinsam ist, dass sie Mitarbeiter suchen. Knapp 81 Prozent wollen Personal einstellen - die meisten haben offene Stellen im Service (fast 74 Prozent), in der Küche (73 Prozent) und an der Rezeption (rund 41 Prozent). Direktions- und Management-Jobs müssen derzeit hingegen nur knapp fünf Prozent der Hoteliers frisch besetzen.

Die Österreichische Hoteliervereinigung vertritt als freiwillige Interessenvertretung mehr als 1.300 heimische Beherbergungsbetriebe aus der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie, die über ein Drittel aller Hotelnächtigungen in Österreich für sich verbuchen. Für die vorliegende Erhebung wurden in der ersten Novemberwoche 156 Hoteliers befragt.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne