Spitalsärzte: Streitthema Arbeitszeit mit Brennpunkt Wien

Die neuen Arbeitszeitregeln für Spitalsärzte sorgen bundesweit für Spannungen zwischen Medizinern und Krankenhausbetreibern. Aufgrund einer EU-Vorgabe, die Österreich im Vorjahr mit jahrelangem Rückstand umgesetzt hat, sinkt die wöchentlich Arbeitszeit bis 2021 von bis zu 60 auf maximal 48 Stunden. Der Lohnausgleich dafür muss überall ausverhandelt werden. Einer der Konflikt-Brennpunkte ist Wien.


In der Bundeshauptstadt haben die Ärzte der städtischen Spitäler die ausverhandelte Neuregelung in einer Urabstimmung deutlich abgelehnt. In einer Spitalsärzte-Kuriensitzung der Ärztekammer wird das heute, Donnerstag, zur offiziellen Haltung gemacht. Wie es nun weitergeht, ist offen. Im Burgenland gibt es noch keine Einigung, es wird noch verhandelt.

Besser sieht es in Tirol aus, wo zumindest eine Übergangslösung für 2015 von den Ärzten akzeptiert wurde. Auch in Vorarlberg gibt es eine befristete Einigung. Einen Abschluss gibt es in Oberösterreich, dort steht die Urabstimmung unter den Ärzten allerdings noch an. In Kärnten sind die Verhandlungen abgeschlossen, derzeit wird eine gesetzliche Regelung ausgearbeitet.

Einen von den Ärzten bereits akzeptierten Abschluss gibt es in Salzburg. In der Steiermark und - schon seit längerem - in Niederösterreich ist eine Neuregelung bereits in Kraft.

Offene Baustellen gibt es auch noch abseits der Landesspitäler. Für keine der drei Universitätsspitäler in Wien, Innsbruck und Graz gibt es bereits eine Arbeitszeitlösung. Ähnlich sieht es in den Ordensspitälern aus.

Mit dem neuen Gesetz können Ärzte nur noch mit ihrer schriftlichen Zustimmung (Opt-Out) länger als durchschnittlich 48 Stunden pro Woche arbeiten. Stimmen die Ärzte zu, dann beträgt die wöchentliche Arbeitszeit ab 2015 bis zu 60 Stunden, ab 2018 bis zu 55 Stunden. Ab Mitte 2021 ist dann kein Opt-Out mehr möglich und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit darf 48 Stunden nicht überschreiten. Wie der Einkommensverlust durch die geringere Stundenzahl ausgeglichen und die Dienste in den Spitälern neu organisiert werden, ist Gegenstand der Verhandlungen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte