Scholz will Beiträge und Steuern für stabile Renten heben

Berlin (APA/AFP) - Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz (SPD) erwägt einem "Spiegel"-Bericht zufolge, für die Stabilisierung des Rentenniveaus die Beiträge zur Alterssicherung und die Steuern zu erhöhen. Ein höheres Pensionsantrittsalter lehne er dagegen ab, berichtete das Magazin am Freitag vorab aus seiner neuen Ausgabe.

Die Steuern müssten erhöht werden, um den steigenden Rentenzuschuss aus der Bundeskasse zu finanzieren, schreibt der "Spiegel" unter Berufung auf Ministeriumskreise.

Im Finanzministerium kursierten dazu schon konkrete Vorschläge. So könnte der bereits beschlossene Abbau des Solidaritätszuschlags wieder rückgängig gemacht werden. Dieses Geld könnte dem Bericht zufolge ab 2025 in das Alterssicherungssystem fließen. Denkbar sei den Überlegungen zufolge auch eine höhere Mehrwertsteuer, schreibt das Magazin weiter. Jeder Prozentpunkt zusätzlich bringt dem Fiskus bis zu zwölf Milliarden Euro an Mehreinnahmen.

Ein Sprecher des deutschen Finanzministeriums wies den Bericht zurück. Er sagte dazu am Freitag auf Anfrage: "Es gibt keine Berechnungen zu den Überlegungen des Ministers und auch keine Pläne, den Abbau des Solidaritätszuschlags zu kippen oder die Mehrwertsteuer zu erhöhen."

Scholz hatte sich am vergangenen Wochenende in einem Interview dafür ausgesprochen, das Rentenniveau von derzeit etwa 48 Prozent bis 2040 festzuschreiben. Andernfalls drohte er mit einem Rentenwahlkampf. Bisher ist eine Sicherung des Rentenniveaus nur bis 2025 vorgesehen, für die Zeit danach soll die Rentenkommission Vorschläge ausarbeiten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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