Sparkurs zahlt sich für Vodafone aus - Firmenchef zieht Hut

London/Berlin (APA/Reuters) - Mit Hilfe von Einsparungen, Neukunden und einer starken Nachfrage nach Datenpaketen ist Vodafone wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 sei ein Gewinn in Höhe von 2,8 Mrd. Euro erzielt worden, teilte der britische Mobilfunker am Dienstag mit.

Im Vorjahreszeitraum hatte eine Milliarden-Abschreibung in Indien die weltweite Nummer zwei der Branche tief in die roten Zahlen getrieben.

Überraschend kündigte Firmenchef Vittorio Colao an, sich im Oktober nach zehn Jahren an der Vodafone-Spitze zurückzuziehen. Seinen Posten übernimmt dann der bisherige Finanzchef Nick Reed. Colao hat den milliardenschweren Kauf von Unitymedia und weiteren Europa-Aktivitäten des US-Kabelnetzbetreibers Libery Global eingetütet, der in der vergangenen Woche bekanntgegeben wurde. Mit seinem Rückzug endet für die Briten eine Ära. Der 56-Jährige hatte unter anderem den Ausstieg von Vodafone aus dem US-Geschäft eingeleitet.

Der Umsatz von Vodafone ging in den zwölf Monaten bis Ende März hauptsächlich wegen des Verkaufs des Festnetzgeschäfts in den Niederlanden und wegen Währungseffekten um 2,2 Prozent auf 46,6 Mrd. Euro zurück. In Indien kämpft der Konzern weiterhin mit Problemen. Der Umsatz fiel um fast 19 Prozent. Dort will Vodafone dem scharfen Wettbewerb mit dem Zusammenschluss mit Idea Cellular begegnen, der im kommenden Monat über die Bühne gehen soll. In Deutschland legte der Service-Umsatz des Telekom-Konkurrenten dank neuer Breitbandkunden bereinigt um 2,6 Prozent zu.

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