Spannung bei Amazon Italien - Personal streikt

Rom/Seattle (APA) - Kurz vor Weihnachten verschärft sich der Druck der Mitarbeiter des E-Commerce-Riesen Amazon in Italien - sie fordern Gehaltserhöhungen. Das Personal im norditalienischen Piacenza legten am Mittwoch zwei Stunden lang die Arbeit nieder.

Das Management hatte die Verschiebung der Gespräche mit den Gewerkschaften auf die Zeit nach Weihnachten gefordert, da dies entscheidende Tage für das Unternehmen seien. Daraufhin kündigten die Gewerkschaften den Streik an. Amazon beschäftigt in Italien 1.600 Mitarbeiter. Hinzu kommen 2.000 Leiharbeiter. Schon Ende November - am Black Friday, der laut US-Tradition die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts einleitet, - hatten die italienischen Mitarbeiter des US-Konzerns gestreikt.

Mit dem Arbeitsausstand verlangen sie von dem vor zehn Jahren gegründeten Verteilzentrum bessere Löhne. Verhandlungen mit dem Management des US-Onlinehändlers hätten bisher keine Ergebnisse gebracht, klagten die Gewerkschaften. Amazon erwiderte, dass die vom Unternehmen gezahlten Löhne zu den höchsten in der Logistikbranche zählen. Amazon betont in dem Tarifstreit immer wieder, ein guter Arbeitgeber zu sein und vergleichsweise hohe Löhne zu zahlen.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht