Spaniens Wirtschaft wächst kräftig - "Erholt sich gut"

Madrid (APA/Reuters) - Die spanische Wirtschaft ist im Sommerquartal ungeachtet der Katalonien-Krise kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Juli bis September um 0,8 Prozent, wie aus den am Montag veröffentlichten Daten des Statistikamtes in Madrid hervorgeht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit diesem Ergebnis gerechnet, nachdem es im Vorquartal noch zu 0,9 Prozent reichte.

Damit bleibt Spanien einer der am schnellsten wachsenden Euro-Staaten: Für die Währungsunion insgesamt erwarten Experten im dritten Quartal ein Plus von 0,5 Prozent.

"Die spanische Wirtschaft erholt sich gut", sagte der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding. Das spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider: Die Arbeitslosenquote fiel im dritten Quartal auf 16,4 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit 2008. Anfang 2013 - auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise - lag sie noch bei fast 27 Prozent.

Bedroht wird der Aufschwung allerdings durch den Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen der Region Katalonien, der Investoren, Konsumenten und Touristen verunsichert. Die Regierung senkte deshalb ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr von 2,6 auf 2,3 Prozent. Wirtschaftsminister Luis de Guindos hofft trotzdem, dass zumindest noch ein Plus von 2,5 Prozent herausspringen kann. Nach der Verkündung der Unabhängigkeit Kataloniens durch das Regionalparlament am Freitag hatte die Zentralregierung umgehend die dortige Regierung abgesetzt und für den 21. Dezember Neuwahlen angesetzt. Am Montag erhob die spanische Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Mitglieder der entmachteten katalanischen Regionalregierung.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker