Spaniens Regierung erleichtert Firmen Weggang aus Katalonien

Madrid/Barcelona (APA/dpa/Reuters) - Die spanische Regierung hat am Freitag ein Dekret verabschiedet, das Firmen und Banken den Weggang aus der krisengeschüttelten Region Katalonien erleichtert. Demnach reicht künftig eine entsprechende Entscheidung des Aufsichtsrats, um den Ortswechsel zu beschließen, sagte der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Nachmittag vor Journalisten.

Eine Gesellschafterversammlung müsste nicht mehr einberufen werden. Die Entscheidung wurde angesichts der drohenden Unabhängigkeitserklärung der Region gefällt.

Der Erlass sei auf die Caixabank zugeschnitten, sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die spanische Bank Sabadell hatte am Donnerstag angekündigt, ihren Sitz vom katalanischen Sabadell nach Alicante zu verlegen.

Auch andere Unternehmen erwägen wegen der Katalonien-Krise, ihren Sitz zu verlegen. Der EU-Kommission zufolge würde Katalonien bei einer Trennung von Spanien auch aus der EU und dem Euro austreten - mit weitreichenden Folgen für Unternehmen.

Bereits am Donnerstag hatte die fünftgrößte Bank des Landes, Banco Sabadell, angekündigt, nach Alicante umzuziehen. Es wird erwartet, dass dank des Dekrets schnell weitere Geldhäuser und Firmen folgen könnten. Die Situation in der bisher wirtschaftsstarken Region ist seit einem umstrittenen Abspaltungsreferendum, bei dem sich am Sonntag eine deutliche Mehrheit für die Trennung ausgesprochen hatte, unsicher und konfus.

Brüssel (APA/Reuters/AFP) - Die Europäische Union und Großbritannien haben sich am Donnerstag auch auf eine politische Erklärung zu ihren künftigen Beziehungen verständigt. Eine entsprechende Vereinbarung sei "auf Ebene der Verhandler" erzielt worden, teilte EU-Ratspräsident Donald Tusk in Brüssel mit. Die Zustimmung der EU-Staats- und Regierungschefs sei noch ausständig.
 

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Brexit - Brüssel und London einigten sich auf Zukunftspakt

Hannover (APA/dpa) - Der Zulieferer Continental hat einen millionenschweren Großauftrag des Elektroautoherstellers Sono Motors erhalten. Es gehe um den elektrischen Antrieb für das E-Auto Sion, das 2019 in Serie gehen werde, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit.
 

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Continental erhielt Großauftrag für elektrische Antriebe

Berlin (APA/Reuters) - Der deutsche Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat vor einem weiteren Rückgang des Wirtschaftswachstums in Deutschland gewarnt. "Die Wachstumsprognosen trüben sich ein", sagte Kramer am Donnerstag beim Deutschen Arbeitgebertag. Im laufenden Jahr dürfte das Wachstum auf 1,5 Prozent sinken, "die im nächsten Jahr voraussichtlich noch unterschritten werden", warnte er.
 

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Deutscher Arbeitgeberchef - Wachstum könnte unter 1,5 % sinken