Spaniens Regierung erleichtert Firmen Weggang aus Katalonien

Madrid/Barcelona (APA/dpa/Reuters) - Die spanische Regierung hat am Freitag ein Dekret verabschiedet, das Firmen und Banken den Weggang aus der krisengeschüttelten Region Katalonien erleichtert. Demnach reicht künftig eine entsprechende Entscheidung des Aufsichtsrats, um den Ortswechsel zu beschließen, sagte der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Nachmittag vor Journalisten.

Eine Gesellschafterversammlung müsste nicht mehr einberufen werden. Die Entscheidung wurde angesichts der drohenden Unabhängigkeitserklärung der Region gefällt.

Der Erlass sei auf die Caixabank zugeschnitten, sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die spanische Bank Sabadell hatte am Donnerstag angekündigt, ihren Sitz vom katalanischen Sabadell nach Alicante zu verlegen.

Auch andere Unternehmen erwägen wegen der Katalonien-Krise, ihren Sitz zu verlegen. Der EU-Kommission zufolge würde Katalonien bei einer Trennung von Spanien auch aus der EU und dem Euro austreten - mit weitreichenden Folgen für Unternehmen.

Bereits am Donnerstag hatte die fünftgrößte Bank des Landes, Banco Sabadell, angekündigt, nach Alicante umzuziehen. Es wird erwartet, dass dank des Dekrets schnell weitere Geldhäuser und Firmen folgen könnten. Die Situation in der bisher wirtschaftsstarken Region ist seit einem umstrittenen Abspaltungsreferendum, bei dem sich am Sonntag eine deutliche Mehrheit für die Trennung ausgesprochen hatte, unsicher und konfus.

Mag. Hermann Gabriel begehrt folgende nachträgliche Mitteilung:
 

Newsticker

Nachträgliche Mitteilung

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte