Spanien klagt gegen katalanisches Unabhängigkeitsreferendum

(Reuters) - Die spanische Regierung schaltet im Streit über das geplante Unabhängigkeitsreferendum der Katalanen das oberste Gericht des Landes ein. Die Regierung forderte das Verfassungsgericht am Montag auf, die für den 9. November geplante Volksabstimmung für illegal zu erklären. Ministerpräsident Mariano Rajoy sagte in einer landesweit in Fernsehen übertragenen Erklärung: "Weder der Gegenstand noch das Vorgehen bei der Wahl stehen in Einklang mit der spanischen Verfassung."


Der Präsident Kataloniens, Artur Mas, hatte am Samstag ein entsprechendes Dekret für das Referendum unterzeichnet. In den vergangenen Jahren hat die Unabhängigkeitsbewegung in dem im Nordosten Spaniens gelegenen Gebiet an Schwung gewonnen, zuletzt auch wegen des Referendums in Schottland. Katalonien ist eine der wohlhabendsten Regionen Spaniens und hat seit 1978 den Status einer autonomen Region. Die Separatisten beklagen die ihrer Ansicht nach zu hohen Transferleistungen an die Zentralregierung. Allerdings war Katalonien in der Hochphase der Finanzkrise 2012 auf Notkredite aus der Hauptstadt angewiesen. Die Schotten hatten Mitte September für den Verbleib in Großbritannien votiert.

Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Standfestigkeit der EU bei den Brexit-Verhandlungen gefordert. "Wir wollen ein geordnetes Verlassen Großbritanniens, aber nicht um jeden Preis. Wir dürfen uns den Binnenmarkt nicht zerstören lassen", sagte die Kanzlerin am Montag auf dem Unternehmertag des Außenhandelsverbands BGA in Berlin.
 

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Brexit - Merkel: "Dürfen uns Binnenmarkt nicht zerstören lassen"

Wien (APA/Reuters) - Der Finanzinvestor Advent bereitet Finanzkreisen zufolge einen Börsengang oder Verkauf der Wiener Addiko Bank vor, die aus der zusammengebrochenen Krisenbank Hypo Alpe Adria hervorgegangen ist. Die Investmentbanken Goldman Sachs und Citi sollen Advent bei dem Prozess beraten, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
 

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Finanzinvestor Advent bereitet Ausstieg bei Addiko Bank vor

Berlin/Rüsselsheim (APA/dpa) - Autohersteller wie VW mussten wegen unzulässiger Abgastechnikmanipulation bereits Diesel-Fahrzeuge zurückrufen - verpflichtend. Im Abgasskandal gerät nun auch Opel zunehmend in Visier der Behörden und immer stärker unter Druck. Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) will für den Autobauer einen Rückruf von rund 100.000 Diesel-Fahrzeugen anordnen.
 

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Deutschland - Rückruf für 100.000 Opel-Diesel "steht kurz bevor"