Spanien: Fallende Preise schüren Deflationssorgen

Madrid, 14. Okt (Reuters) - In Spanien verdichten sich die Anzeichen für ein Abgleiten in die Deflation. Die Verbraucherpreise sanken im September erstmals seit 2010 sogar in der sogenannten Kernrate, in der die schwankungsanfälligen Kosten für Energie und Lebensmittel ausgeklammert sind. Wie das spanische Statistikamt am Dienstag weiter mitteilte, ergab sich ein leichtes Minus von 0,1 Prozent. Rechnet man Energie- und Lebensmittelkosten mit ein, fielen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Im August waren die Preise sogar um 0,5 Prozent gesunken.

In der Euro-Zone als Ganzes liegt die Inflationsrate mit zuletzt 0,3 Prozent noch über der Null-Linie, doch ist der Preisauftrieb weit niedriger als der Europäischen Zentralbank (EZB) lieb sein kann. Sie sieht Preisstabilität bei einer Rate von knapp zwei Prozent gewährleistet.

Die EZB hält sich angesichts der sehr niedrigen Inflation den Kauf von Staatsanleihen offen, um notfalls eine deflationäre Abwärtsspirale zu verhindern. Auf breiter Front fallende Preise gelten als besonders gefährlich, weil eine solche Deflation die Konjunktur auf Dauer abwürgen kann. Denn die Bürger schränken dann in Erwartung immer weiter fallender Preise ihren Verbrauch ein und Firmen schieben Investitionen auf die lange Bank.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro