Sozialmissbrauch - Hundstorfer weist ÖVP-Ideen zurück

Die von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) angezettelte Debatte um die Einschränkung von Sozialleistungen für Zuwanderer sorgt bei der SPÖ für Verwunderung. Österreichs Regelung sei EU-weit Best-Practice-Beispiel, ließ Sozialminister Rudolf Hundstorfer via "Kurier" wissen.

"Ich verstehe Kurz' Forderungen nicht. Ich weiß nicht, ob das schon zum Wiener Wahlkampf gehört oder Kurz einfach nur aufstacheln will", so der Sozialminister. Kurz hatte Familien- und Sozialleistungen, die keine Versicherungsleistung sind, für jene Zuwanderer, die nach kurzem Aufenthalt arbeitslos werden, infrage gestellt.

Hundstorfer verwies hingegen auf die sogenannte Anmeldebescheinigung, die EU-Bürger für einen längeren Aufenthalt in Österreich brauchen. Die bekommt nur, wer über Job, Krankenversicherung oder so viel Geld verfügt, dass er weder Sozialhilfeleistungen noch Ausgleichszulage benötigt.

EU-Bürger, die kurz in Österreich arbeiten und dann arbeitslos werden, haben keinen Anspruch, betonte Hundstorfer. "Dafür müssen 52 Wochen Beschäftigung nachgewiesen werden. Hier irrt Kurz."

Ausnahmen gebe es nur für jene, die daheim immer beschäftigt waren, in Österreich einen Job finden und diesen dann nach wenigen Tagen verlieren. Im Jahr 2014 seien das 117 Menschen gewesen, 0,04 Prozent der Arbeitslosen. Kurz möge sich lieber um Regeln für die Rückführung von Asylwerbern mit negativem Bescheid kümmern, meinte der Minister. "Das wäre mir wichtiger, als Regeln zu finden, mit denen wir 117 Leute sekkieren können."

Berlin (APA/Reuters) - Die deutschen Bundesländer verlangen von der Industrie und der Regierung in Berlin die Nachrüstung von älteren Dieseln im Kampf gegen Luftverschmutzung und Fahrverbote voranzutreiben. In einem Entschließungsantrag forderte der Bundesrat am Freitag die Regierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Hersteller für eine Nachrüstung mit Katalysatoren in die Verantwortung genommen werden.
 

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Deutsche Bundesländer drängen auf Diesel-Nachrüstung

Wien (APA) - Die österreichischen Pensionskassen haben zum Ende des dritten Quartals einen negativen Veranlagungsertrag erzielt: Die Performance lag durchschnittlich bei minus 0,91 Prozent, teilte der Fachverband der Pensionskassen am Freitag mit. Das sei trotz ungünstiger Rahmenbedingungen eine positive Entwicklung gegenüber dem zweiten Quartal, in dem die Performance bei minus 1,2 Prozent lag.
 

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Pensionskassen: Performance im 3. Quartal im Minus

Wien (APA) - Das Umweltministerium von Elisabeth Köstinger (ÖVP) steht derzeit bei einigen Themen in der Kritik von Oppositionsparteien und von Nichtregierungsorganisationen (NGO). Beispielsweise geht es - neben der Aufregung rund um eine geplante UVP-Änderung - um den Standpunkt des Umweltministeriums zum Standortentwicklungsgesetz, das derzeit überarbeitet wird.
 

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Standortgesetz - NGO üben weiter Kritik an Umweltministerium