Sorgen um Schulden belasten Hellas-Bonds - Renditen geklettert

London/Athen - Wieder aufkeimende Sorgen über einen Schuldenschnitt für Griechenland haben am Montag die Kurse der Staatsanleihen des Landes unter Druck gesetzt. Im Gegenzug stieg die Rendite der zweijährigen Bonds um zwei Prozentpunkte auf ein Vierwochenhoch von 11,15 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen Papiere kletterte etwas weniger stark auf 9,02 von 8,74 Prozent.

Dass die Renditen der kürzer laufenden Anleihen deutlich höher sind als die der langfristigen, ist ungewöhnlich und deutet darauf hin, dass sich Investoren zunehmend Sorgen über den Ausfall der Papiere machen.

Die Geldgeber um den Internationalen Währungsfonds (IWF) überprüfen derzeit die griechischen Reformvorhaben, die Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Mittel aus dem 86 Mrd. Euro schweren Rettungspaket sind. Die Verhandlungen werden wegen durchgesickerter Details der IWF-Taktik aber nun erschwert.

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks zitierte am Wochenende aus einem Protokoll einer Telefonkonferenz, bei der am 19. März drei hochrangige IWF-Vertreter Taktiken diskutiert haben sollen, wie auf Griechenland, Deutschland und die Europäische Union (EU) Druck ausgeübt werden könne, um eine Einigung im April zu erzielen. Die deutsche Bundesregierung betonte, es bleibe nach wie vor das Ziel, Griechenland die Rückkehr an den Kapitalmarkt zu ermöglichen. Ein Schuldenschnitt stehe im Augenblick nicht zur Debatte

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker