Sony setzt bei Smartphones auf Videoqualität

Barcelona (APA/dpa) - Der japanische Elektronikkonzern Sony will die zuletzt schwächelnden Verkäufe seiner Smartphones als Vorreiter bei der Videoqualität ankurbeln. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellte das Unternehmen am Montag das neue Modell Xperia XZ2 vor, dass Video in hoher 4K-Auflösung mit kontrastreicher HDR-Qualität aufnehmen kann.

Sony will so von seiner Erfahrung bei Bildsensoren für Smartphones und auch mit professionellen Aufnahmen in seinem Hollywood-Studio profitieren.

Sony stellte die Kamerasensoren für viele Smartphone-Anbieter, darunter auch in Geräten der beiden Marktführer Samsung und Apple. Mit seinen eigenen Telefonen hat der japanische Konzern aber bisher weniger Glück. Im vergangenen Weihnachtsquartal wurden nur vier Millionen Sony-Smartphones verkauft. Bei Samsung und Apple waren es jeweils mehr als 70 Millionen.

Auch die Absatzprognose für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr kappte Sony von 15,5 auf 14 Millionen Geräte. Der Konzern hatte zwar selbst einen Rückgang ausgelöst, weil er den Fokus auf teurere Premium-Smartphones legte, die lukrativer sind. Die Verkäufe schrumpften aber stärker als gedacht.

Mit dem XZ2 mache Sony nun einen neuen Anlauf, technologische Führerschaft in bessere Verkäufe umzumünzen, sagte Branchenanalyst Ian Fogg von der Marktforschungsfirma IHS Markit. Jetzt müsse der Konzern die Innovationen mit höheren Marketing-Ausgaben bekannter machen. "Sonst wird Sony eine Nischen-Smartphone-Marke bleiben."

Sony-Manager Hideyuki Furumi musste bei der Präsentation daran erinnern, dass der japanische Konzern bereits im vergangenen Jahr die Super-Zeitlupe mit 960 Bildern pro Sekunde eingeführt hatte, die Samsung am Vorabend groß als Innovation beim neuen Top-Modell Galaxy S9 präsentierte. Am Sonntag war die Vorreiterrolle von Sony kaum jemandem eingefallen.

Zu den Innovationen des neuen Sony-Modells gehört auch ein System, dass Töne in Vibrationen des Geräts umwandelt, um den zwangsläufig kleinen Lautsprechern mehr Kraft zu geben. Man lege den Fokus auf das Smartphone als "ultimatives Unterhaltungsgerät", sagte Furumi.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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