Sonntagsöffnung - Wirtschaftskammer rügt "tendenziöse Fragestellung"

Wien - Die Wiener Wirtschaftskammer spricht sich weiterhin für eine "dauerhafte und ganzjährige Einrichtung" von Tourismuszonen inklusive Sonntagsöffnung aus. Das Ergebnis der Urabstimmung der Gewerkschaft - die ein klares Nein ergeben hat - komme wegen der "unvollständigen und tendenziösen Fragestellung" nicht überraschend, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung der WKW.

Die Gewerkschaft hatte die Wiener Handelsbeschäftigten ersucht, die Frage "Wollen Sie persönlich am Sonntag arbeiten?" zu beantworten. Man hätte jedoch, so befindet die Kammer, zumindest auch auf Tourismuszonen, Freiwilligkeit und doppelten Verdienst an Sonntagen bzw. auf Ausgleichstage hinweisen sollen.

"Unklar ist auch, warum die Gewerkschaft den rund 500 heimischen Tourismuszonen in der Vergangenheit zustimmte, während das nun ausgerechnet in der touristisch stark aufstrebenden Metropole Wien nicht möglich sein sollte", wird beklagt. Die Wirtschaftskammer kündigte an, Gespräche mit der Gewerkschaft nun zu "intensivieren", um eine Umsetzung von Tourismuszonen doch noch zu ermöglichen.

Der VP-Wirtschaftsbund zeigte sich in einer Aussendung überzeugt, dass Tourismuszonen wirtschaftlich sinnvoll sind. Verwiesen wurde einmal mehr auf die Erhebung der Wirtschaftskammer, wonach ein Mehrumsatz von 140 Mio. Euro generiert und 800 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), bei dem laut Wirtschaftsbund nun die Verantwortung liegt, wurde nahegelegt, die Einrichtung der Zonen mit einer "einfachen Verordnung" zu ermöglichen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker