Sonntagsöffnung - Wirtschaftskammer rügt "tendenziöse Fragestellung"

Wien - Die Wiener Wirtschaftskammer spricht sich weiterhin für eine "dauerhafte und ganzjährige Einrichtung" von Tourismuszonen inklusive Sonntagsöffnung aus. Das Ergebnis der Urabstimmung der Gewerkschaft - die ein klares Nein ergeben hat - komme wegen der "unvollständigen und tendenziösen Fragestellung" nicht überraschend, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung der WKW.

Die Gewerkschaft hatte die Wiener Handelsbeschäftigten ersucht, die Frage "Wollen Sie persönlich am Sonntag arbeiten?" zu beantworten. Man hätte jedoch, so befindet die Kammer, zumindest auch auf Tourismuszonen, Freiwilligkeit und doppelten Verdienst an Sonntagen bzw. auf Ausgleichstage hinweisen sollen.

"Unklar ist auch, warum die Gewerkschaft den rund 500 heimischen Tourismuszonen in der Vergangenheit zustimmte, während das nun ausgerechnet in der touristisch stark aufstrebenden Metropole Wien nicht möglich sein sollte", wird beklagt. Die Wirtschaftskammer kündigte an, Gespräche mit der Gewerkschaft nun zu "intensivieren", um eine Umsetzung von Tourismuszonen doch noch zu ermöglichen.

Der VP-Wirtschaftsbund zeigte sich in einer Aussendung überzeugt, dass Tourismuszonen wirtschaftlich sinnvoll sind. Verwiesen wurde einmal mehr auf die Erhebung der Wirtschaftskammer, wonach ein Mehrumsatz von 140 Mio. Euro generiert und 800 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), bei dem laut Wirtschaftsbund nun die Verantwortung liegt, wurde nahegelegt, die Einrichtung der Zonen mit einer "einfachen Verordnung" zu ermöglichen.

Wien (APA) - Ab kommendem Jahr soll es für die Gründung einer GmbH künftig nicht mehr nötig sein, dass alle Gesellschafter persönlich zum Abschluss des Gesellschaftsvertrags beim Notar erscheinen. Hingegen will es das Justizministerium ermöglichen, einen oder mehrere Gesellschafter per Video zuzuschalten. So soll die Gründung einer GmbH erleichtert werden, berichtete das Ö1-"Morgenjournal" am Mittwoch.
 

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GmbH-Gründer sollen ab 2019 nicht mehr persönlich zum Notar

Berlin (APA/dpa) - Menschen, die in Deutschland jahrelang ohne Arbeit auf die Unterstützung Hartz IV angewiesen sind, sollen künftig staatlich bezuschusste Jobs bekommen können. Das sieht ein Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vor, den die Regierung in Berlin beschloss.
 

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Staatlich geförderte Jobs für Langzeitarbeitslose in Deutschland

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Genossenschaftsbanken in Deutschland spüren noch keine gravierenden Auswirkungen durch den Handelsstreit oder die zähen Brexit-Verhandlungen. Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen und der Kosten zur Erfüllung der regulatorischen Anforderungen stelle sich die Finanzgruppe aber für 2018 auf einen leichten Gewinnrückgang ein, so Vorstandsmitglied Andreas Martin vom Branchenverband BVR am Mittwoch.
 

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Deutsche Genossenschaftsbanken erwarten heuer leichten Gewinnrückgang