Sonntagsöffnung: Wiener WK-Studie ortet drei mögliche Tourismuszonen

Die Wiener Wirtschaftskammer will offenbar wieder Bewegung in die Sonntagsöffnungsdebatte bringen. Sie hat eine Studie beauftragt, um das Potenzial von Tourismuszonen in der Stadt auszuloten. Das Ergebnis: Neben der City seien auch die Innere Mariahilfer Straße und das Areal um Schönbrunn für eine Aufsperrerlaubnis am Sonntag geeignet, versicherte die Kammer am Mittwoch per Aussendung.

Als Kriterien für die Beurteilung wurden u.a. die Nächtigungsstatistik sowie die Dichte an Sehenswürdigkeiten herangezogen. So zähle die Innenstadt neun der 20 beliebtesten Touristen-Highlights und weit mehr als zwei Mio. Nächtigungen pro Jahr, der sechste und siebente Bezirk drei Top-20-Sehenswürdigkeiten und gut eine Mio. Übernachtungen. Deshalb würden sich beide Gebiete "hervorragend für die Errichtung von Tourismuszonen" eignen.

Potenzial sieht die Studie schließlich auch für Schönbrunn. Immerhin befänden sich dort mit Schloss und Tierpark zwei Publikumsmagnete, die von mehr als 5,5 Mio. Besuchern frequentiert werden.

Tourismuszonen, in denen Geschäfte am Sonntag öffnen dürfen, müssen in Wien vom Bürgermeister verordnet werden. Michael Häupl (SPÖ) hatte grundsätzlich Bereitschaft dafür signalisiert, allerdings eine Einigung zwischen Wirtschaftskammer und Gewerkschaft zur Grundbedingung gemacht. Während die Kammer sich per Urabstimmung bereits das Okay der Mitglieder geholt hat, präsentiert morgen, Donnerstag, die Arbeitnehmervertretung das Ergebnis ihrer Umfrage. Eine Sonntagsöffnung bis zum Song Contest im Mai wird sich wohl nicht mehr ausgehen, haben beiden Seiten zuletzt bereits eingeräumt.

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker

Brüssel (APA) - Unter österreichischem EU-Vorsitz zeichnet sich keine Einigung der EU-Staaten mehr über die geplante Aufstockung der EU-Grenzschutzagentur Frontex bis 2020 auf 10.000 Mann ab. Der EU-Vorsitz sieht dem Vernehmen nach für Dezember keine formale Einigung der EU-Innenminister mehr vor.
 

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Keine Einigung für Frontex-Aufstockung unter Österreichs EU-Vorsitz