Song Contet: Kostenrisiko durch Stadthalle Wien minimiert

Song Contet: Kostenrisiko durch Stadthalle Wien minimiert

Wien (APA) - Der ORF-Publikumsrat hat sich am Dienstag mit dem Start der Videoplattform Netflix sowie der Austragung des Eurovision Song Contests (ESC) beschäftigt. Diesbezüglich versuchte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz allfällige Befürchtungen vor überbordenden Kosten zu zerstreuen. "Das große Risiko ist in der Vergangenheit die Halle gewesen." Mit der Wiener Stadthalle sei dies "nicht der Fall".

Dass etwa Kopenhagen seine zunächst projektierten Kosten um 10 Mio. Euro überschritten habe, wie Publikumsrat Andreas Kratschmar aufzeigte, sei in erster Linie auf die dort zum Einsatz gekommene Halle zurückzuführen, wie der Generaldirektor unterstrich. Deshalb sei auch das Angebot Innsbrucks, eine Risikohaftung zu übernehmen, letztlich nicht entscheidend gewesen. In der Tiroler Landeshauptstadt hätte zudem eine weitere Halle errichtet werden müssen, um den Platzansprüchen Genüge zu leisten.

Ein weiteres Risiko, nämlich jenes der Ticketeinnahmen, bestehe ohnedies. "Eine Einnahmengarantie kann uns keine Host City geben", meinte Wrabetz. Durch die größte Hallenkapazität habe man aber auch diesbezüglich in Wien die besten Chancen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Insgesamt wird es inklusive der eigentlichen TV-Events sowie Generalproben und Dress Rehearsals 12 Shows geben, derzeit steht aber noch nicht fest, für wie viele dieser Shows Tickets in den freien Verkauf gelangen. Zuletzt war von rund 100.000 Karten, die ab Mitte November erhältlich sein werden, die Rede. "Man kann also nicht sagen, dass wir aufgrund der Entscheidung für Wien mit Gebührengeldern nicht entsprechend sorgsam umgehen würden." Laut Wrabetz werde kein anderes Programmvorhaben unter dem ESC leiden.

Ein anderes Vorhaben des ORF, das mit Beginn 2015 schlagend wird, ist der Einstieg bei der Online-Videoplattform Flimmit. Dies sei aber "kein Versuch, Netflix von Österreich fernzuhalten", wäre dies in den Augen des Generaldirektors doch "absurd". Stattdessen wolle man einen "Feinkostladen für österreichische und im wesentlichen öffentlich-rechtliche Filme und Serie sowie deutschsprachige und europäische Qualitätsproduktionen" schaffen.

Gleichzeitig sei dies kein Zeichen für Exklusivität von ORF-Formaten für Flimmit. "Wir wollen, dass unsere Inhalte auf möglichst vielen Plattformen laufen und erreichbar sind", so Wrabetz. Künftig werde ein ORF Content Bord mit Vertretern der Generaldirektion, kaufmännischen Direktion und Fernsehdirektion über die Freigaben eigener Produktionen für verschiedene Plattformen entscheiden.

Intensiv diskutiert wurden im Publikumsrat die Talkformate des ORF, wobei dazu Robert Stoppacher, Leiter der Redaktion "Diskussionen", sowie Waltraud Langer, Chefredakteurin der Magazine und Servicesendungen, im Plenum anwesend waren. Einstimmig angenommen wurde vom Publikumsrat auch eine Empfehlung, im Hinblick auf die Verschuldungsproblematik besonders bei jüngeren Menschen diesem Thema im ORF mehr Raum zu geben und mit dafür geeigneten "Informations- und Service-Formaten Beiträge zur Stärkung des Finanz- und Wirtschaftswissens zu leisten".

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne