So reagieren die Mega-Öl-Konzerne auf den Preisverfall

Auf ihrer rasanten Talfahrt hat der Preisverfall für "schwarzes Gold" praktisch jeden Ölkonzern von Rang und Namen mit sich gerissen. So mussten die führenden US-Anbieter Exxon Mobil und Chevron jüngst die schwächsten Quartalsergebnisse seit über einem Jahrzehnt verkraften, während BP aus Großbritannien sogar einen Rekordverlust einfuhr.

Auch der britisch-niederländische Rivale Royal Dutch Shell blieb nicht verschont und meldete einen Gewinneinbruch. Die Energie-Riesen versuchen, sich über Wasser zu halten, ohne ihre kostspielige Infrastruktur kaputtzusparen. Die Strategien unterscheiden sich dabei: Das Kalkül reicht vom Rückzug aus teuren Erkundungen über neue Projekte bis hin zu Fusionen. Die österreichische OMV dürfte kommende Woche ihre neue Strategie vorlegen, auch ein Nachschärfen des Sparprogramms wird für möglich gehalten.

Ein Überblick:

CHEVRON zieht den Stecker zum Beispiel bei langfristigen und besonders teuren Projekten in der Tiefsee-Bohrung. Stattdessen will sich das Unternehmen ganz auf seine US-Schiefergasfelder konzentrieren. Bei diesem sogenannten Fracking kann relativ schnell mit der Förderung begonnen werden, während bis zum Produktionsstart in der Tiefsee oft Jahre vergehen. Insgesamt fährt Chevron die Investitionen 2016 um fast ein Viertel zurück.

BP will trotz eines massiven Stellenabbaus vorne dabei sein, sobald sich die Ölmärkte wieder erholen: Mit 12 Mrd. Dollar (10,7 Mrd. Euro) stiegen die Briten 2015 in ein Gasprojekt vor Ägypten ein - zu einer Zeit, als die Ölmärkte längst im freien Fall waren. In den vergangenen 18 Monaten ist der Preis für den Rohstoff um rund 70 Prozent auf etwa 35 Dollar je Barrel (159 Liter) eingebrochen. Doch BP stellt die Gasquellen vor Afrika ins Zentrum seiner künftigen Produktion, nicht zuletzt weil dem Konzern nach dem Ausverkauf infolge des auch finanziell folgenschweren Unglücks im Golf von Mexiko 2010 kaum noch Großprojekte geblieben sind.

Auch SHELL tritt gewissermaßen die Flucht nach vorn an, indem das Unternehmen für 50 Mrd. Dollar die BG Group aus Großbritannien übernimmt. Damit steigt Shell zum weltgrößten Anbieter von Flüssiggas auf, kürzt aber in anderen Bereichen Investitionen und verkaufte bereits Geschäftsteile in Milliardenhöhe.

EXXON könnte Experten zufolge ebenfalls eine Einkaufstour mit dem Ziel starten, aus der Krise gestärkt hervorzugehen. Dafür spreche, dass das Unternehmen die Investitionen in eigene Anlagen massiv zurückfahre. Hier gäbe es derzeit offenbar nichts Vielversprechendes, sodass Exxon eher auf Wachstum durch Akquisitionen setze, sagt Analyst Anish Kapadia der texanischen Investmentbank Tudor, Pickering, Holt & Co.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro