SNB erhebt auch von staatlichen Einrichtungen Strafzins

Zürich/Bern - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weitet ihren Kampf gegen den starken Schweizer Franken aus. In Zukunft müssen auch staatsnahe Einrichtungen wie die Altersvorsorge der Verwaltungsangestellten oder die Pensionskasse der SNB selbst Strafzinsen auf Einlagen bei der Zentralbank zahlen, wie die Notenbank am Mittwoch bekannt gab. Der minimale Freibetrag betrage 10 Mio. Franken (9,35 Mio. Euro).

Die SNB hatte im Jänner die Koppelung des Frankens an den Euro aufgegeben. Um den Zustrom in den Franken zu bremsen und ein weiteres Erstarken der Währung zu verhindern, führte die Notenbank negative Zinsen von 0,75 Prozent ein. Davon waren bisher vor allem Banken und private Pensionskassen betroffen.

Nach der Ankündigung der SNB, Strafzinsen auch von staatsnahen Einrichtungen zu verlangen, verlor der Franken zum Euro und Dollar an Wert. Credit-Suisse-Volkswirt Maxime Botteron erklärte, der Schritt sei wohl keine Reaktion auf den anziehenden Franken. "Das ist mehr ein inländisches Thema als ein geldpolitischer Schritt."

Die betroffene öffentliche Pensionskasse Publica zeigte Verständnis für die Maßnahme: "Ein solcher Entscheid musste angesichts der schweizweiten Diskussion erwartet werden, weshalb sich Publica auch entsprechend vorbereitet hat."

Ausgenommen von der neuen Regelung bleiben die Girokonten der Bundesverwaltung und der staatlichen Alters- und Invalidenversicherung. Die SNB werde die Entwicklung der Giroguthaben auf diesen Konten aber weiterhin beobachten.

Aylesbury (APA/AFP/Reuters/dpa) - Großbritannien und die USA haben sich nach Angaben von Premierministerin Theresa May darauf geeinigt, ein gemeinsames Freihandelsabkommen anzustreben. Beide Länder wollten unter anderem einen "Gold Standard" bei der Kooperation in Finanzdienstleistungen setzen, sagte May am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump auf dem Landsitz Chequers bei London.
 

Newsticker

May: London und Washington wollen "ambitioniertes" Handelsabkommen

Madrid (APA/Reuters) - Auch an Spaniens Flughäfen müssen die Urlauber mitten in der Ferienzeit mit Streiks rechnen. Die größte Gewerkschaft des Landes rief am Freitag mehr als 60.000 Gepäckabfertiger und andere Airport-Mitarbeiter an allen spanischen Flughäfen dazu auf, Anfang August ihre Arbeit niederzulegen.
 

Newsticker

Auch an Spaniens Flughäfen drohen Anfang August Streiks

Ryanair und Lufthansa im Clinch wegen Lauda-Flugzeuge

Wirtschaft

Ryanair und Lufthansa im Clinch wegen Lauda-Flugzeuge