SNB erhebt auch von staatlichen Einrichtungen Strafzins

Zürich/Bern - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weitet ihren Kampf gegen den starken Schweizer Franken aus. In Zukunft müssen auch staatsnahe Einrichtungen wie die Altersvorsorge der Verwaltungsangestellten oder die Pensionskasse der SNB selbst Strafzinsen auf Einlagen bei der Zentralbank zahlen, wie die Notenbank am Mittwoch bekannt gab. Der minimale Freibetrag betrage 10 Mio. Franken (9,35 Mio. Euro).

Die SNB hatte im Jänner die Koppelung des Frankens an den Euro aufgegeben. Um den Zustrom in den Franken zu bremsen und ein weiteres Erstarken der Währung zu verhindern, führte die Notenbank negative Zinsen von 0,75 Prozent ein. Davon waren bisher vor allem Banken und private Pensionskassen betroffen.

Nach der Ankündigung der SNB, Strafzinsen auch von staatsnahen Einrichtungen zu verlangen, verlor der Franken zum Euro und Dollar an Wert. Credit-Suisse-Volkswirt Maxime Botteron erklärte, der Schritt sei wohl keine Reaktion auf den anziehenden Franken. "Das ist mehr ein inländisches Thema als ein geldpolitischer Schritt."

Die betroffene öffentliche Pensionskasse Publica zeigte Verständnis für die Maßnahme: "Ein solcher Entscheid musste angesichts der schweizweiten Diskussion erwartet werden, weshalb sich Publica auch entsprechend vorbereitet hat."

Ausgenommen von der neuen Regelung bleiben die Girokonten der Bundesverwaltung und der staatlichen Alters- und Invalidenversicherung. Die SNB werde die Entwicklung der Giroguthaben auf diesen Konten aber weiterhin beobachten.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen