Smartphone-Überflieger Xiaomi stellt internationales Wachstum zurück

Peking - Der Smartphone-Aufsteiger Xiaomi bremst seine internationale Expansion. Die chinesische Firma wird in diesem Jahr in nur fünf statt der geplanten zehn Länder gehen. Zunächst wolle Xiaomi die Produktionskapazität ausbauen, sagte der zuständige Manager Hugo Barra der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. So sollen in einem bis zwei Jahren Smartphones auch in Indien und Brasilien gebaut werden.

Xiaomi setzt dafür auf den Auftragsfertiger Foxconn, der vor allem als Hersteller von Apple-Geräten bekannt ist.

Das Unternehmen wurde erst 2010 gegründet und ist vor allem mit dem Erfolg im riesigen chinesischen Heimatmarkt groß geworden. Die Firma verkauft technisch hochgerüstete Smartphones mit dem Google-System Android günstiger als viele etablierte Konkurrenten über das Internet. Inzwischen startete Xiaomi in weiteren Ländern wie Indien und Indonesien. Pro Woche bringe man aktuell 200.000 Geräte nach Indien, sagte Barra in dem Bloomberg-Interview. Damit wäre Xiaomi bereits einer der größten Anbieter in dem Land. Die Expansion nach Brasilien, Russland, Thailand, Mexiko und die Türkei wurde hingegen zunächst zurückgestellt.

Nach Berechnungen der Analysefirma IDC war Xiaomi im vergangenen Quartal die Nummer drei im weltweiten Smartphone-Geschäft mit 17,3 Millionen abgesetzten Geräten und einem Marktanteil von 5,3 Prozent. Im Oktober holte sich allerdings der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo den dritten Rang mit dem Abschluss der Übernahme des US-Anbieters Motorola wieder zurück.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne