Sloweniens Petrol auch 2017 Nummer 1 beim Umsatz, Krka beim Gewinn

Ljubljana/Klagenfurt/Wien (APA) - In Slowenien sind die Spitzenpositionen der größten und profitabelsten Firmen seit Jahren unverändert. Der Energiekonzern Petrol war 2017 gemessen am Umsatz (fast 3,8 Mrd. Euro) erneut das größte Unternehmen des Landes. An erster Stelle beim Gewinn-Ranking lag wieder der Pharmakonzern Krka (153,7 Mio. Euro Nettogewinn).

Dies geht aus der von der Tageszeitung "Delo" erstellten Liste der 300 größten Unternehmen des Landes hervor.

Das bestplatzierte in Slowenien tätige österreichische Unternehmen war nach Umsatz die Gruppe Interenergo, die der Kärntner Kelag gehört, auf dem 7. Platz. Die Energiegruppe mit zehn Tochterunternehmen in Südosteuropa verzeichnete im Vorjahr einen Umsatz von 893,8 Mio. Euro. Im Jahr 2016 lag Interenergo noch auf dem 16. Platz mit einem Umsatz von 372,6 Mio. Euro. Die Interenergo-Gruppe gehört seit 2009 der KI-Kelag International GmbH, in der Auslandsaktivitäten der Kelag gebündelt sind.

Interenergo überholte die slowenische OMV-Tochter OMV Slovenija die seit Jahren das bestplatzierte österreichische Unternehmen in Slowenien gewesen war. OMV Slovenija hielt mit einem Umsatz von 621,8 Mio. Euro den 11. Rang, wie bereits 2016.

Das profitabelste österreichische Unternehmen in Slowenien war die slowenische Tochter der Hypo-Abbaugesellschaft Heta Asset Resolution (Heta) auf dem 6. Platz mit 47,2 Mio. Euro Nettogewinn. Gefolgt von der Verwaltungsgesellschaft TCK, die der Heta und der HAR GmbH gehört. Mit einem Gewinn von rund 44,9 Mio. Euro lag sie auf dem 7. Platz.

Nur fünf Unternehmen verzeichneten im Vorjahr einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. Euro. Zweiter im Ranking wurde erneut der Stromhändler Gen-I (2,5 Mrd. Euro), gefolgt von dem zu Renault gehörenden Auto-Werk Revoz (1,6 Mrd. Euro), dem Pharmakonzern Krka (1,26 Mrd. Euro) und der Handelskette Mercator (1,2 Mrd. Euro). Revoz, im Vorjahr der größte Exporteur Sloweniens, und Mercator, deren kroatische Muttergesellschaft Agrokor sich in großen finanziellen Schwierigkeiten befindet, haben in Vergleich zu 2016 die Plätze auf der Rangliste getauscht.

Auf der Gewinn-Rangliste blieben die ersten drei Plätze unverändert. Den zweiten Platz belegte die staatliche Autobahngesellschaft DARS (141,1 Mio. Euro), dritter war das zur Novartis-Gruppe gehörende Pharmaunternehmen Lek (83,2 Mio. Euro). Unter den ersten fünf waren noch die staatliche "Bad Bank", die Abwicklungsgesellschaft DUTB (knapp 67 Mio. Euro), und Petrol (64,3 Mio. Euro).

Die 300 größten Unternehmen der "Delo"-Rangliste haben im Vorjahr einen Umsatz von insgesamt 41,7 Mrd. Euro verzeichnet. Das machte rund 44 Prozent des Umsatzes der gesamten slowenischen Wirtschaft aus. Zusammen haben sie einen Gewinn von 1,7 Mrd. Euro erwirtschaftet, mehr als 51 Prozent des gesamten Gewinns aller slowenischen Unternehmen. Die größten Unternehmen beschäftigten kumulativ 134.774 Mitarbeiter bzw. 28 Prozent aller Beschäftigten in der slowenischen Wirtschaft.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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