Slowakei produzierte 2017 wieder über eine Million Autos

Bratislava (APA) - In der Slowakei wurden 2017 1,025 Millionen Autos produziert, teilte der slowakische Verband der Autoindustrie (ZAP) am Dienstag in Bratislava mit. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber 2016, als in den slowakischen Fabriken 1,04 Millionen Autos von den Fließbändern rollten.

Das sei ein "erfreuliches Ergebnis", erklärte ZAP-Präsident Juraj Sinay. Die Slowakei habe damit ihre Position als weltweit größter Autoproduzenten pro Einwohner behauptet, pro 1.000 Einwohner wurden im Vorjahr 189 Fahrzeuge hergestellt.

Insgesamt sind in der Slowakei drei internationale Autokonzerne angesiedelt. Der koreanische Autobauer Kia produzierte im nordslowakischen Zilina im vergangenen Jahr 335.600 Autos, bei PSA Peugeot Citroen im westslowakischen Trnava rollten 335.069 Neuwagen von den Bändern. Größter Autoproduzent des Landes war auch im Vorjahr mit über 354.000 Autos VW Slovakia bei Bratislava. Heuer soll auch die Produktion bei Jaguar Land Rover in Nitra anlaufen, dem schon vierten Autobauer in dem EU-Land mit nur 5,4 Millionen Einwohnern.

Der Anteil der Autobranche an der gesamten Industrieproduktion der Slowakei betrug laut Angaben des ZAP 44 Prozent, ihr Anteil an den Industrieexporten des Landes macht 35 Prozent aus.

Auch die Zahl der Neuzulassungen erreichte 2017 mit 96.085 einen sehr hohen Wert. Im Jahresvergleich bedeutet dies einen Anstieg um knapp 9 Prozent. Der Automobilmarkt ist insgesamt um 7,64 Prozent auf 108.279 verkaufte Neuwagen gewachsen. Zudem haben die Slowaken 69.500 Autos individuell aus dem Ausland angeschafft.

Das Hauptproblem der slowakischen Autoproduktion wird 2018 der akute Arbeitskräftemangel im Sektor bleiben, warnte der Branchenverband. "Dieses Jahr wird kritisch sein aus der Sicht der Nachhaltigkeit und Konkurrenzfähigkeit dieses Grundpfeilers unserer Wirtschaft", erklärte ZAP-Präsident Sinay.

Sollte dieses Wachstumshindernis nicht beseitigt werden, werde man derartige Ergebnisse nicht langfristig halten können und die Leistungsfähigkeit des ganzen Sektors werde sinken, betonte er. Die Autobauer plädieren langfristig für Verbesserungen im Bildungssystem entsprechend den Anforderungen des Arbeitsmarktes sowie Erleichterungen bei der Beschäftigung von Arbeitskräften aus Drittländern außerhalb der EU.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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