Sky Deutschland soll bald wieder schwarze Zahlen schreiben

Unterföhring - Der Bezahlfernsehsender Sky will sein Deutschlandgeschäft bald wieder in die Gewinnzone führen. "Es gibt keinen Grund, wieso Deutschland nicht in näherer Zukunft unter dem Strich profitabel sein sollte", sagte Sky-Chef Jeremy Darroch der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe) laut einem Vorabbericht.

Im vergangenen Sommerquartal hatte Sky Deutschland erstmals seit sieben Jahren unter dem Strich wieder schwarze Zahlen geschrieben, im zweiten Geschäftsquartal 2014/2015 verbuchte der Pay-TV-Sender dann wieder einen Verlust. Eine konkrete Prognose hatte Sky Deutschland nicht abgegeben. Vorstandschef Brian Sullivan, der den Sender zum Juni verlässt, hatte aber gesagt, das Unternehmen werde wohl eine Anzahl von Quartalen mit Verlusten sehen, bevor es dauerhaft Gewinne gebe.

Sky-Chef Darroch sagte, Sullivans Nachfolger Carsten Schmidt werde den Kurs seines Vorgängers fortsetzen. Mit kurzfristigen Änderungen sei nicht zu rechnen, Sky wolle aber mehr Fernsehserien selbst produzieren, auch in Deutschland. Dort habe Sky Pläne für eine eigene Serie. Darroch hofft zudem, wieder die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga zu erhalten. "Wir werden unser Bestes geben und hoffentlich wieder zum Zuge kommen. Wir haben also Appetit auf Investitionen." Die Deutsche Fußball Liga will die TV-Rechte der Zeitung zufolge spätestens Mitte 2016 wieder vergeben. Sky zeigt die Fußball-Bundesliga bislang als einziger Kanal komplett.

Auch den Einstieg in weitere europäische Märkte schloss Darroch nicht aus: "Wenn es lukrativ erscheint, gehen wir auch in neue Märkte." Derzeit habe der Konzern aber genug mit der Verschmelzung des bestehenden Sky-Geschäfts zu tun. Sky Deutschland gehört mittlerweile zur britischen Bezahlsendergruppe Sky. Der Medienmogul Rupert Murdoch hatte seine Bezahlsender in Deutschland, Großbritannien und Italien im vergangenen Jahr zum größten privaten Fernsehkonzern Europas gebündelt.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

Newsticker

Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

Newsticker

Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

Newsticker

Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden