Skoda-Gewerkschaft macht Front gegen Produktions-Verlagerung

Mlada Boleslav (APA/Reuters) - Nach der tschechischen Regierung macht nun auch die Gewerkschaft bei der VW-Tochter Skoda Front gegen eine mögliche Verlagerung von Teilen der Produktion nach Deutschland. In einem Brief an Skoda-Mitarbeiter wies Gewerkschaftschef Jaroslav Povsik am Donnerstag den Vorwurf zurück, der tschechische Autobauer habe einen unfairen Vorteil, weil er deutsche Technologie mit niedrigen Arbeitskosten kombinieren könne.

Er drohte indirekt damit, Überstunden zurückzufahren. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Mittwoch unter Berufung auf Insider berichtet, Manager und Betriebsrat bei Volkswagen wollten den wachsenden Wettbewerb unter den Schwestermarken VW und Skoda eindämmen. Dazu werde auch darüber diskutiert, dass Skoda Teile der Produktion an schwach ausgelastete deutsche Werke abgebe.

Diese Nachricht ziele gegen Skoda und seine Mitarbeiter, kritisierte der Skoda-Gewerkschafter. Sollte dies nicht rasch zurückgenommen werden, werde die Gewerkschaft die Flexibilisierung der Arbeitszeit nicht mehr unterstützen und sich bei anderen Maßnahmen querlegen, die für das Wachstum des Unternehmens wichtig seien.

Zuvor hatte Tschechiens Regierungschef Bohuslav Sobotka angekündigt, mit dem VW-Management über mögliche Produktionverlagerungen nach Deutschland zu reden. Auch Gespräche mit den Gewerkschaften seien geplant. Danach wolle man über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Regierung sei daran interessiert, dass kein Standort von Tschechien ins Ausland verlegt werde.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro