Skoda-Gewerkschaft macht Front gegen Produktions-Verlagerung

Mlada Boleslav (APA/Reuters) - Nach der tschechischen Regierung macht nun auch die Gewerkschaft bei der VW-Tochter Skoda Front gegen eine mögliche Verlagerung von Teilen der Produktion nach Deutschland. In einem Brief an Skoda-Mitarbeiter wies Gewerkschaftschef Jaroslav Povsik am Donnerstag den Vorwurf zurück, der tschechische Autobauer habe einen unfairen Vorteil, weil er deutsche Technologie mit niedrigen Arbeitskosten kombinieren könne.

Er drohte indirekt damit, Überstunden zurückzufahren. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Mittwoch unter Berufung auf Insider berichtet, Manager und Betriebsrat bei Volkswagen wollten den wachsenden Wettbewerb unter den Schwestermarken VW und Skoda eindämmen. Dazu werde auch darüber diskutiert, dass Skoda Teile der Produktion an schwach ausgelastete deutsche Werke abgebe.

Diese Nachricht ziele gegen Skoda und seine Mitarbeiter, kritisierte der Skoda-Gewerkschafter. Sollte dies nicht rasch zurückgenommen werden, werde die Gewerkschaft die Flexibilisierung der Arbeitszeit nicht mehr unterstützen und sich bei anderen Maßnahmen querlegen, die für das Wachstum des Unternehmens wichtig seien.

Zuvor hatte Tschechiens Regierungschef Bohuslav Sobotka angekündigt, mit dem VW-Management über mögliche Produktionverlagerungen nach Deutschland zu reden. Auch Gespräche mit den Gewerkschaften seien geplant. Danach wolle man über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Regierung sei daran interessiert, dass kein Standort von Tschechien ins Ausland verlegt werde.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker