"Sinnloskurse" und Co: Weniger Beschwerden über AMS bei Volksanwalt

2015 haben sich deutlich weniger Menschen beim Volksanwalt über das Arbeitsmarktservice (AMS) beschwert. Die Zahl ist vom Rekordwert 527 im Jahr 2014 auf 343 Fälle zurückgegangen. "Das war aber immer noch der zweithöchste Wert in der Geschichte", sagte Volksanwalt Günther Kräuter zur APA. Dank der AMS-Reformen gebe es nun weniger "Sinnloskurse".

"Früher hat man den Leuten kurz vor der Pension noch Vorstellungskurse aufgenötigt", so Kräuter, der am Dienstag auch mit dem "Standard" (online) über das Thema gesprochen hat. Dass das AMS hier mit Reformen reagiert habe, sei positiv zu bewerten.
Die meisten Beschwerden gab es zu den Themen Kurse und Sperre des Arbeitslosengeldes. Von den 343 Fällen hat die Volksanwaltschaft aber nur in 16 bis 18 Prozent einen tatsächlichen Missstand festgestellt, so Kräuter. "Da ist zum Beispiel eine Kürzung ungerechtfertigt erfolgt." Das AMS reagiere dann üblicherweise sehr schnell, lobt der Volksanwalt.
Kein Missstand war etwa der Fall eines Beschwerdeführers, der sich einen Chinesischkurs gewünscht hätte. "Da haben wir gesagt, das ist ein exotischer Wunsch, wenn es nicht die Gelegenheit gibt, die Sprache regelmäßig anzuwenden." Umgekehrt seien noch immer viele Beschwerdeführer über die Kurse frustriert, in die sie das AMS schickt.
Die große Unbekannte heuer sei das Thema Flüchtlinge. "Ob sich das in den Beschwerden abbilden wird, kann man schwer prognostizieren", so Kräuter.
Das AMS hat im Vorjahr 102.431 Mal das Arbeitslosengeld gesperrt, etwas häufiger als 2014 (+1,2 Prozent). Zuletzt, Ende Februar 2016, waren in Österreich 475.931 Menschen ohne Job.

London/Berlin/Schwechat (APA/dpa) - Die EU-Wettbewerbshüter haben für die Übernahme von Teilen der insolventen Fluglinie Air Berlin durch Easyjet grünes Licht gegeben. Der Zusammenschluss werde ohne Auflagen genehmigt, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Bei der Übernahme der bisherigen Air Berlin-Tochter Niki wiederum sieht der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus nur noch die Lufthansa im Rennen.
 

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Easyjet darf Air Berlin-Teile übernehmen - Warnung vor Niki-Insolvenz

Rom (APA) - Die Explosion in der Gasstation im niederösterreichischen Baumgarten könnte die Gaspreise in die Höhe treiben. Die Gaspreise seien steigend, dieser Trend könnte sich wegen des Unfalls in Baumgarten festigen, betonte der Chef des italienischen Energiekonzerns Eni, Claudio Descalzi.
 

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Explosion in Gasstation - ENI-Chef rechnet mit Gas-Preiserhöhungen

Innsbruck (APA) - Eine nicht alltägliche Allianz aus ÖVP, Grünen und FPÖ wird im Dezemberlandtag gemeinsam einen Dringlichkeitsantrag einbringen, womit der Ausstieg aus der Glyphosatnutzung in Tirol eingeleitet werden soll. Unter anderem heißt es darin, dass die Landesregierung prüfen soll, ob es landesrechtliche Möglichkeiten gibt, einen vollständigen Ausstieg aus der Anwendung in Tirol zu ermöglichen.
 

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Glyphosat - ÖVP, Grüne und FPÖ bringen Ausstieg in Tiroler Landtag